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| Nachricht vom 24.10.2026 |
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| Beeindruckendes Gelöbnis des Sanitätsregiments 2 "Westerwald" in Rennerod |
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| Glück mit dem Wetter und große Emotionen in der Alsberg-Kaserne: Insgesamt 146 Rekrutinnen und Rekruten des Sanitätsregiments 2 „Westerwald“ und des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr aus Mayen haben in Rennerod ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. |
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Rennerod. Leider spielten die Wetterprognosen beim feierlichen Gelöbnis der Rekruten in der Alsberg-Kaserne in Rennerod eine große Rolle. Genau für den Zeitraum des Zeremoniells prophezeiten die “Wetterfrösche“ Starkregen und Windboen. Die Prognosen schienen sich zu bewahrheiten, denn über dem Sportplatzgelände hingen dunkle Wolken, die anscheinend nur darauf warteten, sich entleeren zu können. Doch es muss ein Wunder eingetreten sein, als plötzlich starke Winde aufkamen und die dunklen Wolken vertrieben. So blieb es während der gesamten Feierlichkeit, bis auf wenige Tröpfchen, tatsächlich trocken, dem Himmel sei Dank.
146 Rekruten wurden vereidigt
Dass in der Alsberg-Kaserne etwas Besonderes geschehen würde, war bereits vorher zu erahnen, denn Menschenmassen zogen wie eine Marschkolonne den Berg zum Sportplatz hinauf. Es waren sicherlich mehrere Hundert Zuschauer, die sich rings um das Sportgelände einfanden und gespannt auf den Beginn der Feier warteten. Insgesamt wurden 146 Rekruten vom Sanitätsregiment 2 „Westerwald“ (SanRgt 2) und 45 Rekruten vom Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) aus Mayen vereidigt. Die meisten Rekruten wurden von nahen Verwandten, wie Eltern und Großeltern, Kindern und Ehe- oder Lebenspartnern begleitet, die diesen wichtigen Schritt der jungen Menschen in einen neuen Lebensabschnitt feiern wollten.
Das Gelöbnis begann mit dem Einmarsch aller Einheiten und dem Musikkorps der Bundeswehr, unter der Leitung von Major Kolodziej. Führer der Gelöbnisaufstellung war Oberstleutnant Olbrich. Zum Einmarsch der Ehrenformationen spielte das Musikkorps den "Regimentsmarsch".
Aufstellung und Begrüßung
Oberstarzt Jan Schuppert und Raimund Scharwat, Stadtbürgermeister von Rennerod, schritten anschließend die Ehrenformation ab. Währenddessen wurde vom Musikkorps der "Präsentiermarsch" gespielt. Nach Abnahme der Parade begrüßte Oberstarzt Schuppert die Besucher, Ehrengäste und die Rekruten.
In seiner Begrüßung stellte der Kommandeur die Rekruten in den Mittelpunkt, die an diesem besonderen Tag ihr Gelöbnis ablegen sollten. Voller Stolz berichtete Oberstarzt Schuppert, wie die jungen Rekruten mit großem Einsatz und Engagement ihre Ausbildung, auch unter erschwerten Anforderungen, erfolgreich bestanden haben. Dann wandte er sich den Gästen zu: „Dass Sie, liebe zivile Gäste, heute hier stehen, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern von unschätzbarem Wert. Sie machen aus diesem Gelöbnis weit mehr als ein militärisches Zeremoniell. Sie machen es zu einem sichtbaren Band zwischen den Streitkräften und der Gesellschaft, der wir dienen und deren Teil wir sind.“ Vom Musikkorps erfolgte der „Marsch des Soldaten Robert Bruce“, bevor Stadtbürgermeister Raimund Scharwat seine Festrede begann. Scharwat betonte ausdrücklich die Solidarität und Sympathie, die in Rennerod für die Soldaten des Sanitätsregiments vorhanden ist und sagte fortdauernde Unterstützung in allen Belangen zu. Man sei in Rennerod auch sehr stolz auf die Tatsache, dass sich in Rennerod der einzige Garnisonsstandort im gesamten Westerwald befindet. Am Ende der Rede spielte das Musikkorps „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“.
Motivierte Rekruten – trotz harter Ausbildung
Vor dem eigentlichen Gelöbnis sprach Oberstarzt Schuppert die jungen Rekruten direkt an: „Das Besondere an Ihrem Ausbildungsgang ist, dass Ihnen damit alle Wege in der Bundeswehr offenstehen. Sie haben in den vergangenen Wochen hautnah erfahren, was es bedeutet, Teil einer echten Kameradschaft zu sein. Kameradschaft ist kein theoretischer Begriff aus der Dienstvorschrift. Kameradschaft wächst – im gemeinsamen Mühsal, bei Kälte und Regen auf dem Übungsplatz, im gemeinsamen Überwinden von Belastungsgrenzen und Schmerzen und im bedingungslosen gegenseitigen Vertrauen“. Anschließend ertönte der „Königgrätzer Marsch“.
Daran im Anschluss erfolgte das eigentliche Gelöbnis, nachdem die Truppenfahne und die Rekrutenabordnungen Aufstellung bezogen hatten. Die Rekrutenabordnungen legten ihre Hände an ihre Truppenfahne und sprachen den Vereidigungstext: „Ich gelobe der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. So wahr mir Gott helfe." Nach dem Gelöbnis spielte das Musikkorps die deutsche Nationalhymne, die aus vielen Kehlen lautstark mitgesungen wurde. Anschließend bekräftigten Kommandeur Schuppert und Stadtbürgermeister Scharvat per Handschlag mit den Rekruten die Vereidigung.
Stolze Rekruten
Mit der Vereidigung der Rekruten und Rekrutinnen und dem Ausmarsch der Einheiten war der offizielle Teil beendet. Nun konnten die Angehörigen endlich den Platz stürmen, um ihren Liebsten zu gratulieren, sie zu umarmen und zu küssen. Das Geschehen auf dem Sportplatz ähnelte schon fast einer Party, so freudig und heiter war dort die Stimmung. Mit einigen Rekruten konnten Gespräche geführt werden, die allesamt positiv ausfielen. Man sei stolz, dass man Soldat sei und hoffe, auch als „Bürger in Uniform“ anerkannt zu werden. Ein Rekrut äußerte seine Meinung, zu den Wehrdienstverweigerern: „Wenn ich von einem Wehrdienstverweigerer höre, wie neulich bei einem Streitgespräch im Fernsehen, dass er sich lieber erschießen lassen würde, als eine Waffe in die Hand zu nehmen, wird mir, ehrlich gesagt, speiübel.“ Wolfgang Rabsch
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