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Pressemitteilung vom 22.10.2026
Region
Bendorf und Neuwied wollen kommunale Dienstleistungen gemeinsam organisieren
Die Städte Bendorf und Neuwied planen einen Zusammenschluss ihrer kommunalen Dienstleistungsbereiche. Die neue Organisation soll unter anderem Straßenreinigung, Abwasserentsorgung, Friedhöfe und Grünpflege für rund 85.000 Einwohner übernehmen.
Jan Einig, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied und Christoph Mohr, Bürgermeister der Stadt Bendorf, im Gespräch über die „Servicebetriebe Bendorf Neuwied“. Foto: Gerd Neuwirth/SWNNeuwied. Die Städte Neuwied und Bendorf wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen und kommunale Dienstleistungen künftig gemeinsam organisieren. Der Werksausschuss der Stadtwerke Bendorf sowie der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Bendorf haben dem Vorhaben bereits einstimmig zugestimmt.

Für Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig und Bendorfs Bürgermeister Christoph Mohr ist der Zusammenschluss ein notwendiger Schritt. "Wir bekommen immer mehr Aufgaben übertragen, haben aber gleichzeitig immer weniger Ressourcen, um diese zu erledigen", erklärt Mohr. Der Zusammenschluss sei die logische Konsequenz aus der seit fast zehn Jahren bestehenden engen Zusammenarbeit beider Kommunen.

Auch Einig verweist auf begrenzte Kapazitäten: "Wir scheitern an unseren Kapazitäten, wenn wir allein weitermachen. Bündeln wir jedoch unsere Kräfte, werden wir den Aufgaben besser gerecht."

Mehr Flexibilität bei personellen Engpässen
Die neue Organisation soll künftig Aufgaben wie Straßenreinigung, Abwasser, Friedhöfe und Grünpflege für insgesamt rund 85.000 Einwohner übernehmen. Für die Bürger beider Städte dürfte es nach Einschätzung der Verantwortlichen keine Rolle spielen, woher die Leistungen kommen. "Entscheidend ist, dass die Leistungen zuverlässig funktionieren", sagt Einig.

Mohr erwartet durch den Zusammenschluss vor allem mehr Flexibilität, damit personelle Engpässe besser aufgefangen werden können. "Wenn in Bendorf ein Gärtner ausfällt, merken wir das deutlich. In Neuwied fällt das weniger auf, weil die Servicebetriebe Neuwied in sich schon größer sind."

Einen partnerschaftlichen Austausch kennen beide Kommunen bereits aus dem Feuerwehrwesen. Dort sind Kooperationen auch über Kreisgrenzen hinweg üblich.

Kommunale Eigenständigkeit soll erhalten bleiben
Beide Bürgermeister zeigen Verständnis für die Sorge, dass durch den Zusammenschluss politische Einflussmöglichkeiten verloren gehen könnten. Sie betonen jedoch: "Die kommunale Eigenständigkeit beider Städte bleibt gewahrt und die städtischen Gremien werden ihren Einfluss nicht abgeben."

Die Stadträte beider Kommunen werden am 3. und 10. November über den Zusammenschluss beraten. Stimmen sie zu, soll künftig ein gemeinsamer Verwaltungsrat die Fachthemen besprechen. In diesem sollen beide Stadträte durch entsandte Personen vertreten sein.

Einig sieht in der kreisübergreifenden Zusammenarbeit auch ein Modell für weitere Themenfelder: "Ich bin davon überzeugt, dass auch in anderen Bereichen zukünftig die Zusammenarbeit deutlich verbessert werden kann."

Zunächst müssen die politischen Gremien in Bendorf und Neuwied dem Zusammenschluss zustimmen. PM/Red
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