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| Pressemitteilung vom 17.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Steigende Energiekosten 2027: Was Rheinland-Pfalz erwartet |
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| Verbraucher in Deutschland müssen sich zum Jahreswechsel 2027 auf höhere Energiekosten einstellen. In Rheinland-Pfalz entwickeln sich diese jedoch anders als im Rest des Landes, wie aktuelle Berechnungen von Verivox zeigen. |
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Mainz. Zum Jahreswechsel 2027 werden die Strom- und Gasnetzentgelte bundesweit ansteigen. Laut dem Vergleichsportal Verivox, basierend auf den bisher veröffentlichten Daten der Verteilnetzbetreiber, entwickeln sich die Kosten in Rheinland-Pfalz jedoch abweichend vom Bundestrend. Die Netzentgelte machen etwa ein Viertel des Strompreises aus und sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Sie finanzieren unter anderem den teuren Ausbau der Stromnetze. Beim Gas entfallen auf die Netzentgelte für Haushaltskunden etwa ein Fünftel des Preises.
Netzentgelte bei Strom:
Trotz staatlicher Zuschüsse steigen die Stromnetzgebühren bundesweit um durchschnittlich 1,9 Prozent, so Verivox. Dadurch erhöhen sich die Kosten von 428 Euro auf 436 Euro brutto. In Rheinland-Pfalz sinken die Stromnetzkosten hingegen minimal um 0,7 Prozent. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeutet dies eine Ersparnis von rund 4 Euro brutto. Im Saarland dagegen steigen die Stromnetzentgelte deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt – um 7,8 Prozent oder 38 Euro.
Bundeszuschuss sinkt - Netzgebühren steigen:
Ein Grund für die steigenden Netzgebühren ist der sinkende Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten. Während 2026 noch 6,5 Milliarden Euro bereitgestellt wurden, sind für 2027 nur noch 5,525 Milliarden Euro vorgesehen, was einem Rückgang von 15 Prozent entspricht.
Netzentgelte bei Gas:
In Rheinland-Pfalz steigen die Gasnetzkosten laut Verivox um 4,4 Prozent. Für eine Familie in einem Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden entstehen dadurch Mehrkosten von 27 Euro pro Jahr. Das ist mehr als der Bundesdurchschnitt von 3,0 Prozent und 19 Euro. Der Gasverbrauch sei seit dem Wegfall des russischen Pipeline-Gases im Jahr 2022 deutlich zurückgegangen, was die Gasnetzentgelte tendenziell ansteigen lasse, so Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.
Flächendeckende Preiserhöhungen:
Neben den steigenden Gasnetzentgelten sorgen auch die stark gestiegenen Großhandelspreise seit Beginn des Iran-Kriegs für Preisdruck. Diese seien seit Februar 2025 um rund 5 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, was einem Anstieg von rund 140 Prozent entspreche. Verivox erwartet flächendeckende Preiserhöhungen, bei denen die Gasversorger die höheren Beschaffungskosten an ihre Kunden weitergeben werden. Diese sollen sich je nach Tarif zwischen 10 und 20 Prozent bewegen.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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