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Pressemitteilung vom 15.10.2026
Region
Neuwied: Drei Grundschulen werden zu Familiengrundschulzentren
Drei Neuwieder Grundschulen erweitern ihr schulisches Angebot für Kinder und Eltern. Fachkräfte aus mehreren Bereichen trafen sich im Jugendzentrum Big House zu einer gemeinsamen Werkstatt. Das Modell verbindet den Unterricht eng mit Unterstützung im Alltag im Stadtteil.
Rund 25 kommunale Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen kamen im Neuwieder Big House zusammen, um sich über eine zielgerichtete Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der drei Familiengrundschulzentren auszutauschen. (Foto: Felix Banaski/Stadt Neuwied)Neuwied. Die drei Grundschulen Marienschule, Sonnenlandschule und Geschwister-Scholl-Schule durchlaufen gegenwärtig einen grundlegenden Umbau zu Familiengrundschulzentren. Das zugrundeliegende Konzept sieht vor, das Umfeld der Eltern und Erziehungsberechtigten systematisch einzubeziehen und gemeinsam zielgerichtete Angebote bereitzustellen. Die drei Standorte sollen über die reine Unterrichtszeit hinaus als zentrale Anlaufstellen im jeweiligen Stadtteil dienen. Für Schulkinder und deren Familien stehen Bildungs-, Beratungs- sowie soziokulturelle Formate bereit, um faire Bildungs- und Teilhabechancen zu sichern. Das partnerschaftliche Miteinander soll Angehörige besser begleiten und stabile Bildungsverläufe unterstützen. Um diesen Prozess abzustimmen und vorhandene Mittel zusammenzuführen, tagten rund 25 Fachkräfte aus den Bildungsstätten, der städtischen Jugendhilfe, dem Sozialsektor und der Stadtverwaltung bei einer kommunalen Entwicklungswerkstatt im Jugendzentrum "Big House".

Austausch und Begleitung im Big House
Zum Auftakt des Treffens schilderten die drei Einrichtungen ihren aktuellen Arbeitsstand, laufende Maßnahmen, Ideen und konkrete Anforderungen. In anschließenden Arbeitsphasen erarbeiteten die Anwesenden Ansätze für die Kooperation, den Aufbau und den Ausbau multiprofessioneller Teams sowie die Einbindung der Angehörigen. Das Plenum tauschte praktische Erfahrungen aus, entwickelte Vorschläge und legte konkrete Vorhaben fest. An der Tagung nahmen neben den städtischen Vertretungen auch Personen der Schulaufsichtsbehörde ADD sowie der Wübben Stiftung Bildung teil.

Die Leitung übernahm der "CHANCEN-Verbund", ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der das von Bund und Ländern finanzierte "Startchancen-Programm" wissenschaftlich begleitet. Für diesen Zweck entstand ein "Werkzeugkasten", der den Fachkräften hilft, tragfähige Verbindungen zu Familien und dem Wohnumfeld aufzubauen. Mittel aus dem "Startchancen-Programm" finanzieren zwei der drei Zentren in Neuwied. Die restlichen Aufwendungen für die Sonnenlandschule, welche diese Mittel nicht abdecken, tragen die Stadt sowie lokale Partner über das Förderprogramm "Neuwieder Weg".

Individuelle Ausrichtung an den Standorten
Der kommunale Gesamtkoordinator der Familiengrundschulzentren, Sozialpädagoge Stephan Amstad, äußerte sich zufrieden über die bisherigen Schritte. Er berichtete, dass die Tätigkeiten an den Einrichtungen unmittelbar nach den Sommerferien angelaufen seien. Bei zahlreichen Angeboten werde sich erst im laufenden Alltag zeigen, wie die Resonanz ausfalle und an welchen Punkten Nachsteuerungen nötig seien. Dies gehöre dazu, weil keine schematische Gesamtlösung für sämtliche Schulen gesucht werde, sondern spezifische Angebote für die jeweiligen Rahmenbedingungen vor Ort. Für diese Aufgabe setze sich an jedem Standort eine Fachkraft ein und koordiniere den Bedarf.

Bürgermeister Peter Jung unterstrich die Relevanz des Ansatzes. Er führte aus, dass erfolgreiche Bildung nicht allein im Klassenzimmer entstehe, sondern vor allem durch das Zusammenspiel von Schule, Eltern, Jugendhilfe und Lebensumfeld wachse. (PM/bearbeitet durch Red)
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