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Nachricht vom 13.10.2026
Rheinland-Pfalz
Prozessauftakt nach grausigem Frauenleichenfund in RLP und NRW
Ein schockierender Kriminalfall, der 2025 für Entsetzen sorgte, wird nun vor Gericht verhandelt. Der Prozess gegen den eritreischen Ehemann der getöteten Frau beginnt in Bonn.
Prozessbeginn nach Fund von zerstückelter Frauenleiche. (Foto: Thomas Banneyer/dpa)Bonn. Fast ein Jahr nach dem Fund von Körperteilen einer Frau an verschiedenen Orten in Deutschland startete soeben, am Dienstag (13. Oktober), um 9.15 Uhr, in Bonn der Prozess gegen einen 42-jährigen Mann aus Eritrea. Laut Gericht handelt es sich bei dem Angeklagten um den Ehemann der Toten. Er steht wegen Mordes und Kindes-Aussetzung vor Gericht. Über die Hintergründe der Tat ist bisher nichts bekannt.

Der Fall hatte im vergangenen Jahr für großes Entsetzen gesorgt. Mitte November 2025 wurden zunächst die abgetrennten Hände der Frau auf einer Autobahn im Sauerland entdeckt. Zwei Wochen später fand man ihren Körper in Monreal, Rheinland-Pfalz. Der Kopf wurde schließlich von Müllsammlern nahe der A4 im Kreis Olpe, Nordrhein-Westfalen, gefunden.

Frau erwürgt, Baby ausgesetzt
Die Staatsanwaltschaft wirft dem aus Eritrea stammenden Angeklagten vor, seine Frau am 16. November 2025 auf der Rückbank eines Autos erwürgt oder erstickt zu haben. Das Baby des Paares soll sich ebenfalls im Fahrzeug befunden haben. Anschließend soll der Mann das Auto samt Leiche nach Waldsolms in Hessen gefahren haben. In der Nähe eines Klosters ließ er die drei Monate alte Tochter in einem Kinderwagen zurück - bei Dunkelheit und Temperaturen um zwei Grad. Kurz darauf wurde das Kind durch einen glücklichen Zufall unverletzt aufgefunden.

Leiche wurde zerstückelt
Der Vorwurf lautet weiter, dass der Mann die Leiche seiner Frau in einem Waldstück in Rheinland-Pfalz zerteilte und an verschiedenen Orten ablegte. Der 42-Jährige wurde von Äthiopien nach Deutschland ausgeliefert und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die 32-jährige Frau aus Eritrea lebte zuletzt in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Bonn.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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