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Nachricht vom 11.10.2026
Region
Nach 1702 Tagen Geiselhaft: Jörg Langes Rückkehr und Engagement für Westafrika
Jörg Lange, ein Entwicklungshelfer aus Bad Honnef, kehrt nach einer langen Geiselhaft in Mali zurück. Bei einem Vortrag im Willy-Brandt-Forum in Unkel teilt er seine außergewöhnlichen Erlebnisse und spricht über seine erneute Verantwortung in Westafrika.
Jörg Lange. Foto: VeranstalterUnkel. Am Dienstag, den 20. Oktober 2026, um 18 Uhr lädt die Bürgerstiftung Unkel "Willy-Brandt-Forum" zu einem besonderen Vortragsabend mit Jörg Lange ein. Der Entwicklungshelfer berichtet von seiner Zeit als Landesdirektor der Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe in Niger, wo er 2018 von dschihadistischen Terroristen entführt wurde. Während seiner 1702 Tage dauernden Geiselhaft in Mali führte er Gespräche über Religion, Geschichte und Politik und kämpfte täglich ums Überleben.

In seinem Vortrag schildert Lange eindrucksvoll seine Erfahrungen und Resilienzstrategien sowie Begegnungen mit einer Welt, die vielen verborgen bleibt. Er bietet Einblicke in die Denkweisen und Rekrutierungsstrategien dschihadistischer Gruppen und erläutert die politische Lage in der Sahelregion. Ein Schlüsselerlebnis während seiner Gefangenschaft motivierte ihn, sich nach seiner Freilassung erneut für Westafrika zu engagieren. Heute reist er zweimal jährlich nach Burkina Faso, um für den Verein FATHIMA e. V. benachteiligte Kinder und junge Frauen zu unterstützen. Zudem berichtet er von aktuellen Projekten des Vereins und den Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit in politisch instabilen Zeiten. Die Veranstaltung verbindet Langes persönliche Geschichte mit einem fundierten Blick auf die Situation in Westafrika und zeigt Wege auf, wie Brücken zwischen Nord und Süd auch in Krisenzeiten gebaut werden können.

Anmeldungen sind per E-Mail an forum-unkel@willy-brandt.de möglich. Red
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