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| Nachricht vom 11.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Fuchsbandwurm in Rheinland-Pfalz: Wie groß ist die Gefahr im Wald? |
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| Die herbstliche Pilzsaison lockt viele Menschen in die Wälder von Rheinland-Pfalz. Doch wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm wirklich? Und worauf sollten Tierhalter besonders achten? |
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Mainz. Herbstzeit ist Pilzzeit, und viele Menschen nutzen die Gelegenheit für Spaziergänge oder zum Pilzsammeln im Wald. In diesem Zusammenhang informieren die rheinland-pfälzischen Landesforsten über den Fuchsbandwurm. Die zentrale Frage lautet: Wie groß ist die Gefahr einer Infektion und wie kann man sich schützen?
Der Kleine Fuchsbandwurm gilt laut dem Landesuntersuchungsamt (LUA) als der gefährlichste Parasit für Menschen in Mitteleuropa. Die Eier des Wurms werden im Fuchskot ausgeschieden und können durch den Verzehr kontaminierter Beeren eine Infektion auslösen. "Unbehandelt endet eine Infektion fast immer tödlich", so das Amt. Eine Ansteckung kann zur lebensbedrohlichen und unheilbaren alveolären Echinokokkose führen. Symptome wie Oberbauchschmerzen und Leberfunktionsstörungen treten oft erst Jahre nach der Ansteckung auf. Erkrankte müssen lebenslang Medikamente einnehmen.
In Rheinland-Pfalz wurden 2025 und 2024 jeweils ein Fall und 2026 bislang zwei Fälle der Erkrankung registriert. Das Infektionsrisiko für Menschen wird vom Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz als eher gering eingeschätzt. Spezifische Risikoregionen sind nicht bekannt. Das LUA hatte bis 2016 regelmäßig Füchse untersucht, wobei die Befallsrate konstant bei etwa 22 bis 23 Prozent lag. Aktuelle Daten zur regionalen Verbreitung fehlen.
Beim Sammeln von Pilzen, Beeren oder beim Waldspaziergang empfiehlt es sich, einige Hinweise zu beachten: Rohe Lebensmittel sollten gründlich gewaschen oder besser noch auf mehr als 60 Grad erhitzt werden, rät der Nabu. Es reicht nicht aus, die Fundstücke auf minus 20 Grad zu kühlen oder in Alkohol einzulegen. Nach Kontakt mit Erde sollte man sich die Hände waschen, und Gartengeräte sowie Schuhe und Kleidung sollten möglichst nicht ins Haus gebracht werden.
Haustierbesitzer sollten vorsichtig sein, da der direkte Kontakt zu infizierten Haustieren ein Hauptrisikofaktor ist. Hunde und Katzen können sich infizieren, wenn sie befallene Nagetiere fressen. Meist zeigen sie keine oder unspezifische Symptome. Daher sollten Hunde und Katzen regelmäßig entwurmt werden, am besten nach Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt, wie das LUA und der Nabu empfehlen. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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