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Pressemitteilung vom 07.10.2026
Region
Rhein-Wied-Gymnasium feiert 150-jähriges Bestehen mit Festakt
Mit einem Festakt in der Aula hat das Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied sein Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen abgerundet. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung der Schule, ihre Bedeutung für die Region und der Blick auf künftige Herausforderungen in der Bildung.
Unter den Ehrengästen konnte Schulleiter Helmut Zender Bundesbildungsministerin und Schirmherrin Karin Prien, Landrat Achim Hallerbach, Christian Etzkorn von der ADD und den Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig begrüßen. (Foto: Thomas Herschbach)Neuwied. Schulleiter Helmut Zender begrüßte zu der Feier unter anderem Bundesbildungsministerin und Schirmherrin Karin Prien, die selbst Schülerin des Rhein-Wied-Gymnasiums war, Landrat Achim Hallerbach, Christian Etzkorn von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, den Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig sowie den früheren Schulleiter Martin Graß.

Landrat Hallerbach würdigte die Entwicklung der Schule. "Bildung, Kreativität und Toleranz sind Markenzeichen, die das Rhein-Wied-Gymnasium in seinen bislang 150 Jahren für sich entwickelt- und verinnerlicht hat. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich diese Schule vor allem durch Kondition und Kreativität aus. Kondition ist notwendig, um eine Schule über 150 Jahre erfolgreich durch die Zeit zu führen und die Zielvorgabe wie beim Staffellauf weiterzugeben. Und Kreativität ist angesagt, um dabei nicht stehenzubleiben", sagte er mit Blick auf Schulleiter Zender und dessen Vorgänger.

Bildung als Grundlage für Erfolg
Bundesbildungsministerin Karin Prien stellte Bildung als Basis des Erfolgs heraus. Zu ihren "goldenen Regeln" zählten frühe Sprachkompetenz, etwa durch Vorlesen in der Kindheit, die Unterstützung durch Eltern und Lehrkräfte sowie das Prinzip des Förderns und Forderns. Schülern müssten Zeit und Wissen geschenkt werden. "Dabei gilt es, die Balance zu schaffen, Grenzen zu setzen und zugleich Freiheiten zu gewähren", betonte Prien.

Hallerbach griff diese Gedanken auf und sprach über die Bedeutung von Mut und kritischer Wachsamkeit. "Gute Zukunft benötigt Mut, der zwar eine kritische Wachsamkeit enthält, zur Lähmung führende Ängste aber ablehnt. Deshalb besitzen wir bei den Themen 'Künstliche Intelligenz und Robotik' auch eine gute Chance, die wir für uns und kommende Generationen nutzen wollen, um unsere Region erfolgreich zu positionieren", sagte der Landrat.

Tradition und moderne Bildung
Schulleiter Helmut Zender verwies auf wichtige Stationen in der Geschichte des Gymnasiums. Nach der Öffnung der ehemaligen Mädchenschule für Jungen sei das Rhein-Wied-Gymnasium eine der ersten MINT-Schulen des Landes geworden. Außerdem habe die Schule früh Schwerpunkte in der IT-Bildung gesetzt und sich mit Projekten, Wettbewerben und Aktionen profiliert.

Das Gymnasium verbinde damit Tradition und neue Entwicklungen und sei heute ein wichtiger Standortfaktor über den Landkreis Neuwied hinaus. Hallerbach hob zudem die Heimatverbundenheit, Toleranz, Verantwortung und das Engagement der Schule hervor. Besonders würdigte er die Schüler, die sich neben erfolgreichen Wettbewerbsbeiträgen auch bei Aktionen zugunsten des Rhein-Wied-Hospizes engagiert hätten.

Der Landkreis wolle auch künftig verlässlicher Partner der Schule bleiben und in gute Rahmenbedingungen sowie eine moderne Infrastruktur investieren, erklärte Hallerbach. Bildung stehe bei der Verwendung des Kreisanteils am Sondervermögen des Bundes ganz oben auf der Arbeitsliste. Auch der klimafreundliche Schulhof sei pünktlich zum Jubiläum fertiggestellt worden.

Beiträge von Schülern
Für das Programm des Festakts sorgten unter anderem die Bläserklasse 6b, Salar Alo mit einem "musikalischen Schultag" am Flügel sowie eine pantomimische Revue als Zeitreise durch die Schulgeschichte. Die RWG-Schülerinnen und Hip-Hop-Weltmeisterinnen Miah Bein und Maggie Dückmann zeigten ebenfalls eine Darbietung.

Abgeschlossen wurde der Festakt mit dem eigens komponierten Jubiläumslied. Dessen Titel ist seit langer Zeit an der Uhr der Frontfassade der Schule eingemeißelt: "Carpe diem - Nutze die Zeit!" (PM/Red)
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