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Nachricht vom 05.10.2026
Wirtschaft
Wie sich mittelständische Unternehmen wirksam gegen Datenverlust und digitale Ausfälle absichern können
Die Digitalisierung stellt auch kleine und mittelständische Unternehmen vor neue Herausforderungen. Insbesondere die zunehmende Abhängigkeit von Daten und digitalen Systemen kann schnell zu einem großen Problem werden, wenn entsprechende Daten verloren gehen oder entsprechende Systeme ausfallen. Um den Schaden in einem Ernstfall zu begrenzen, sollten Unternehmen, unabhängig von Größe und Ausrichtung, einige Maßnahmen umsetzen und sich des Risikos bewusst sein.

Was also kann bei Datenverlust oder digitalen Ausfällen passieren und wie können Unternehmen sich bestmöglich absichern?
Symbolfoto (KI generiert)Was kann passieren?
Je mehr digitale Anwendungen und Prozesse in einem Unternehmen zum Einsatz kommen und je mehr Daten innerhalb des Unternehmens gespeichert und verarbeitet werden, desto größer wird auch die Anzahl möglicher Risiken. Dabei geht es nicht allein um den Datenschutz, sondern in erster Linie auch um die Sicherheit und die Verfügbarkeit von Daten. Ein kleiner technischer Defekt, ein Bedienfehler eines unachtsamen Mitarbeiters oder ein verlorenes Gerät können dabei einen genauso großen Schaden verursachen, wie beispielsweise ein Cyberangriff. Wenn wichtige Daten nicht mehr verfügbar sind, kann das schnell weitreichende Folgen für ein Unternehmen haben: Von verlorenen Kundendaten, über Aufträge, die nicht bearbeitet werden können, bis hin zu dem kompletten Stillstand eines ganzen Betriebs und den dementsprechenden finanziellen Folgen, ist vieles möglich.

Um sich bestmöglich gegen digitale Ausfälle und Datenverlust abzusichern, sollten eine Reihe von grundlegenden Maßnahmen umgesetzt werden. Zwar gibt es im digitalen Zeitalter keinen 100-prozentigen Schutz gegen Datenverlust oder digitale Ausfälle, Unternehmen können sich aber auf entsprechende Szenarien vorbereiten und sicherstellen, dass mögliche Folgen in einem Ernstfall möglichst begrenzt werden. Folgende Maßnahmen bilden eine solide Grundlage:

Einen detaillierten Überblick verschaffen und Daten priorisieren
Sofern es noch nicht geschehen ist, geht es zunächst einmal darum, sämtliche für das Unternehmen relevanten Daten zu ermitteln und sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche davon besonders wichtig sind. Neben obligatorischen Daten wie Kunden- oder Lieferantendaten, E-Mails, Buchhaltungsunterlagen, Verträgen oder Produktionsdaten, dürfen auch Daten, die in branchenspezifischen oder Cloud-Anwendungen gespeichert sind, bei dieser Bestandsaufnahme nicht vergessen werden.

Die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang lautet: Was würde passieren, wenn diese Daten plötzlich nicht mehr verfügbar sind, bzw. welche Auswirkungen hätte ein Datenverlust auf den laufenden Betrieb?

Ein zuverlässiges Backup einrichten und Daten regelmäßig sichern
Wenn alle relevanten Daten ermittelt wurden, ist es wichtig, für eine zuverlässige Sicherung dieser Daten zu sorgen, um bei einem Datenverlust dennoch in der Lage zu sein, auf diese zuzugreifen bzw. diese wiederherstellen zu können. Als Backup bezeichnet man eine zusätzliche Kopie von Daten, die auf externen Datenträgern gespeichert werden. Es gibt eine ganze Reihe von entsprechenden Lösungen, wobei man sich aber nicht nur auf eine einzelne verlassen sollte. Um auch bei beschädigten Sicherungsdatenträgern auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, mehrere Sicherungskopien anzulegen und diese an verschiedenen Orten aufzubewahren. Im besten Fall werden die Daten in regelmäßigen Intervallen automatisch gesichert.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, die Backups auch zu schützen und möglichst vom normalen IT-System zu trennen, denn ein Backup ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn man im Ernstfall auch tatsächlich darauf zugreifen kann. Unter folgendem Link finden sich weiterführende Informationen über Lösungen zur Datensicherung für den Mittelstand.

Mit Datensicherung allein ist es nicht getan
Mit absoluter Sicherheit lässt sich nie ausschließen, dass ein technischer Defekt, ein unachtsamer Mitarbeiter oder auch ein Cyberangriff wichtige Daten löschen oder nicht verfügbar machen, im Gegenteil. Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto mehr potenzielle Sicherheitslücken und Einfallstore entstehen. Es geht also nicht darum, das Risiko vollständig auszuschließen, sondern vielmehr darum, sicherzustellen, dass ein Ernstfall möglichst geringe Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Datensicherung ist allerdings nur ein essenzieller Baustein für einen umfassenden Schutz. Neben regelmäßigen Backups sind auch klar definierte IT-Prozesse und klar geregelte Zuständigkeiten unabdingbar, um zu gewährleisten, dass alle Prozesse optimal zusammenspielen können.

Mit voranschreitender Digitalisierung und immer größeren Datenmengen, wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger, IT-Systeme, Daten und betriebliche Abläufe ganzheitlich zu betrachten und diese aufeinander abzustimmen. Man kann davon ausgehen, dass die Bedeutung einer zuverlässigen, gut organisierten und gegen Ausfälle gesicherten IT-Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Wer jetzt schon die richtigen Weichen stellt, entsprechende Maßnahmen umsetzt und kontinuierlich optimiert, reduziert nicht nur das Risiko von Ausfällen und Datenverlust, sondern stellt vor allem sicher, dass der Geschäftsbetrieb im Ernstfall schnell weiterlaufen kann. (prm)
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