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Nachricht vom 28.09.2026
Region
Amnesty International in Neuwied: Klimaschutz als Menschenschutz
Am Samstag informierte die Neuwieder Gruppe von Amnesty International auf dem Luisenplatz über die Themen "Klimagerechtigkeit" und "Kinderrechte". Die Veranstaltung verdeutlichte, wie eng diese Themen miteinander verbunden sind.
Foto: Manfred KerberNeuwied. Der fortschreitende Klimawandel stellt eine zunehmende Bedrohung für die Menschenrechte dar, besonders in den Regionen des globalen Südens. Amnesty International betonte bei ihrer Informationsveranstaltung, dass insbesondere Kinderrechte durch Hitzewellen, Dürreperioden und Wasserknappheit gefährdet sind. Diese Phänomene, verstärkt durch das El-Niño-Phänomen, führen zu Ernteausfällen und zerstören Existenzen. Auch die medizinische und staatliche Infrastruktur leidet, wenn Krankenhäuser und Schulen beschädigt oder zerstört werden.

Um nachhaltige Klimagerechtigkeit zu erreichen, fordert Amnesty eine intersektionale Zusammenarbeit zwischen Staaten, Behörden und Nicht-Regierungsorganisationen. "Klimaschutz ist Menschenschutz", lautet der Grundsatz der Organisation. Dies bedeutet, dass Maßnahmen zum Klimaschutz im Einklang mit den Menschenrechten umgesetzt werden müssen. Besonders problematisch ist die Gewinnung fossiler Energieträger, die häufig Umweltkatastrophen verursacht. Ein Beispiel hierfür ist das Niger-Delta in Nigeria, wo Öl-Lecks und defekte Gasleitungen wiederholt zu Katastrophen führten. Amnesty International fordert in einer Eilaktion, die am Infostand unterzeichnet werden konnte, den Shell-Konzern zu mehr Transparenz und Zusammenarbeit bei der Aufklärung dieser Vorfälle auf.

Die politischen und finanziellen Sanktionen gegen Umweltbelastungen durch große Konzerne sollten verstärkt werden. Zudem wird eine stärkere Einbeziehung der Menschen im globalen Süden gefordert, etwa durch Mitspracherechte und Ausgleichszahlungen für verlorene Ernten. Red
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