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| Pressemitteilung vom 23.09.2026 |
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| Region |
| Hafenarchitektur am Mittelrhein: Wie Geschichte Zukunft prägen kann |
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| Häfen prägen das Bild des Mittelrheintals seit Jahrhunderten. Eine Veranstaltung in Neuwied widmet sich ihrer Geschichte, ihrer Bedeutung für die Orte und der Frage, wie historische Strukturen mit künftigen Anforderungen am Rhein verbunden werden können. |
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Neuwied. Häfen gehören seit Jahrhunderten zum charakteristischen Erscheinungsbild des Mittelrheintals. Sie sind Orte des Handels, der Arbeit und des Verkehrs. Gleichzeitig treffen dort Geschichte, Landschaft und Architektur unmittelbar aufeinander. Welche Bedeutung Hafenanlagen für die Identität der Rheinorte haben und wie sie künftig gestaltet und genutzt werden können, steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung in Neuwied.
Der Architekturverein Stadtbild Deutschland und der Regionalverband Unteres Mittelrheintal laden dazu am Samstag, 10. Oktober 2026, um 18 Uhr ins Bootshaus Neuwied, Rheinstraße 80, 56564 Neuwied, ein.
Vier Perspektiven auf die Hafenanlagen
Vier Referenten beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Thomas Napp stellt den Hafen von Oberwinter vor. Dabei geht es um dessen Geschichte, bauliche Entwicklung und Bedeutung für den Ort.
Martin Mauermann von der Schifffahrtsverwaltung richtet den Blick auf die Rheinhäfen am Mittelrhein. Er zeigt unterschiedliche Formen und Entwicklungen dieser für die Region charakteristischen Anlagen.
Anschließend stellt Helmut Rosenbaum den Brohler Hafen vor und erläutert dessen Geschichte und Besonderheiten.
Mit einer Ideenwerkstatt zur Zukunft der Hafenarchitektur richtet Professor Heiner Haass den Blick auf die weitere Entwicklung. Dabei geht es darum, wie bestehende Hafenanlagen architektonisch und städtebaulich weiterentwickelt werden können.
Historische Strukturen als Ausgangspunkt
Im Mittelpunkt soll dabei ausdrücklich nicht die Frage stehen, wie beliebige moderne Architektur an den Rhein gebracht werden kann. Stattdessen sollen historische Entwicklungen, regionale Besonderheiten und die Identität der jeweiligen Orte als Ausgangspunkt für zeitgemäße Gestaltungskonzepte dienen.
Die Veranstalter betonen, Hafenanlagen seien weit mehr als reine Funktionsflächen. Sie könnten Orte sein, an denen sich die Geschichte eines Ortes, seine Landschaft und seine Zukunftsperspektiven besonders deutlich miteinander verbinden.
Ausgangspunkt ist die Diskussion um die Marina im Neuwieder Yachthafen. Die dort geführte Debatte gab nach Angaben der Veranstalter den Anstoß, die Frage grundsätzlicher zu betrachten. Im Mittelpunkt steht damit auch die Frage, welche Rolle Hafenanlagen künftig für das Erscheinungsbild und die Entwicklung der Rheinorte am Unteren Mittelrhein spielen können.
Diskussion über die Zukunft der Hafenorte
Die Veranstaltung soll über einzelne Bauprojekte hinausgehen. Diskutiert werden soll unter anderem, wie mit vorhandenen historischen Strukturen umgegangen werden kann, welche Kriterien gute Hafenarchitektur auszeichnen und wie aus funktionalen Hafenanlagen attraktive Aufenthaltsorte, touristische Anziehungspunkte und identitätsstiftende Orte für die Bevölkerung entstehen können.
Thomas Napp vom Architekturverein Stadtbild Deutschland und Regionalverband Unteres Mittelrheintal erklärt, Ziel sei es nicht nur, über Architektur zu sprechen, sondern gemeinsam über die Zukunft der Hafenorte am Rhein nachzudenken. Gerade am Mittelrhein bestehe die besondere Chance, historische Strukturen und regionale Identität mit zeitgemäßen Anforderungen zu verbinden.
Die Veranstalter verstehen den Abend als fachlichen Impuls mit anschließender gemeinsamer Diskussion. Neben Vorträgen und historischen Bildern sollen insbesondere unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklung der Hafenanlagen zusammengeführt werden.
Zur Veranstaltung eingeladen sind interessierte Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Architektur- und Geschichtsinteressierte sowie Mitglieder von Vereinen und Initiativen. (PM/bearbeitet durch Red) |
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