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Pressemitteilung vom 23.09.2026
Region
Klimaanpassung im Kreis Neuwied: Kommunen vernetzen sich gegen Wetterextreme
Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser prägten die vergangenen Monate in vielen Regionen spürbar. Verwaltungen reagieren nun auf die zunehmenden Belastungen durch das veränderte Wetter. Eine Initiative zeigt, wie das Vorgehen vor Ort konkret abgestimmt wird.
Interkommunale Zusammenarbeit auch beim Klimaschutz: von links nach rechts, erst hinten, dann vorne: Julia Simon (Landkreis Mayen-Koblenz), Christiane Graf (Westerwald-Kreis), Lina Sturm (VG Vallendar), Julian Herbst (VG Montabaur), Julia Kaboth (Landkreis Cochem-Zell), Emilie Hammer (Stadt Koblenz), Carina Nikolay (Kreis Mayen-Koblenz/VG Mendig), Angelina Zahn (Landkreis Neuwied). (Foto: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz/ Tim Birnbacher)Kreis Neuwied. Im Rahmen der bundesweiten Woche der Klimaanpassung im September standen die Folgen des Klimawandels sowie praktische Handlungsoptionen im Mittelpunkt zahlreicher Angebote. Der Landkreis Neuwied widmet sich dieser Aufgabe bereits seit Jahren über seine Stabsstelle "Energie Klima Umwelt" und setzt dabei auf eine enge Kooperation mit den Nachbargemeinden.

Landrat Achim Hallerbach weist darauf hin, dass Hitze, Trockenheit und heftige Niederschläge an den Kommunengrenzen nicht Halt machen. Die Auswirkungen des Wandels stellen alle Gebiete vor dieselben Aufgaben. Umso wichtiger sei eine vorausschauende Vorbereitung.

Gemeinsam mit Partnern aus der Region informierte die Kreisverwaltung anlässlich der Aktionswoche über die bestehenden Projekte. Das "Zentrum Klima-Anpassung" sowie die Verbraucherzentrale stellten dafür Veranstaltungen vor Ort und digitale Materialien bereit. Bürger erhielten Einblicke darin, wie sowohl Verwaltungen als auch Einzelpersonen den veränderten Bedingungen begegnen können.

Spürbare Belastungen durch hohe Temperaturen
Klimaanpassungsmanagerin Angelina Zahn berichtet von einer ausgeprägten Hitzebelastung. Die Wetterstation Torney verzeichnete 2026 insgesamt 43 Tage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius. Die Konsequenzen solcher Wetterlagen zeigten sich deutlich.

Das Robert Koch-Institut geht für Deutschland 2026 bislang von etwa 16.300 hitzebedingten Todesfällen aus. Gleichzeitig schädigen lange Trockenzeiten Böden, Gewässer und Pflanzen. So führte das extreme Niedrigwasser des Rheins zu Einschränkungen für Schiffe und den Warentransport. Auch kleinere Bäche und Teiche gerieten unter Druck: Niedrige Pegel und wärmeres Wasser schadeten den Wasserlebewesen und setzten Tiere sowie Pflanzen stark zu.

Strategische Schritte und interkommunaler Austausch
Der Landkreis Neuwied verfolgt das Thema Klimaanpassung seit Längerem systematisch. Seit 2023 koordiniert Angelina Zahn die entsprechenden Vorhaben. Zudem beschloss der Kreis im Dezember 2025 ein eigenes Klimaanpassungskonzept als Leitlinie für die künftige Arbeit. Bürger finden Einzelheiten zu den Projekten auf dem Klimaschutzportal des Kreises Neuwied, wo auch das Konzept und die begleitenden Dokumente bereitstehen.

Um die Zusammenarbeit zu stärken, besteht seit 2024 ein regionales Netzwerk, in dem sich Verantwortliche verschiedener Behörden regelmäßig austauschen. Sie teilen bewährte Methoden, nutzen gemeinsame Ressourcen und übertragen funktionierende Ideen in ihre Verwaltungen, da alle Partner ähnlichen Belastungen gegenüberstehen. (PM/bearbeitet durch Red)
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