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Nachricht vom 20.09.2026
Region
Rückblick und Ausblick: Feuerwehr Rengsdorf-Waldbreitbach zieht beeindruckende Jahresbilanz
Beim Feuerwehrabend der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach kamen am 19. September zahlreiche Feuerwehrangehörige, Verantwortliche und Gäste im Deichwiesenhof in Bonefeld zusammen. Im Mittelpunkt standen die Bilanz des vergangenen Jahres, aktuelle Einsätze, Investitionen, Beförderungen, Ehrungen und die weitere Entwicklung der Feuerwehr.
Wehrleiter Peter Schäfer gab einen Rückblick und Ausblick. Fotos: Wolfgang TischlerBonefeld. Wehrleiter Peter Schäfer gab nach der Begrüßung und Totenehrung zunächst einen Überblick über die personelle Situation. Insgesamt sind rund 400 Feuerwehrangehörige aktiv, darunter 50 Frauen. Mehr als 150 Einsatzkräfte sind als Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Schäfer betonte, dass die Feuerwehr damit hervorragend aufgestellt sei.

Nachwuchs
In den Jugendfeuerwehren Kurtscheid und Breitscheid engagieren sich insgesamt 50 Jugendliche. „Durch die kontinuierliche Übernahme ausgebildeter Jugendfeuerwehrleute in die aktiven Einheiten kann die Mannschaftsstärke gehalten werden“, erklärte Schäfer. In der Alterskameradschaft sind insgesamt 60 Kameraden vertreten. Bei 26.757 Einwohnern in der Verbandsgemeinde sind damit rund 1,9 Prozent Mitglied der Feuerwehr – weit über dem Bundesschnitt von 1,25 Prozent.

Nachwuchskräfte sichern die Zukunft
Neben der Nachwuchsarbeit spielte auch die Ausbildung eine wichtige Rolle. Die Feuerwehr verfügt über eigene Ausbilder für die Führerscheinausbildung. Junge Feuerwehrangehörige werden dabei ausgebildet, damit sie Feuerwehrfahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren dürfen. Schäfer gab zudem einen Überblick über die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen sowie über den Stand beim Ausbau, Umbau und geplanten Ausbau der einzelnen Feuerwehrhäuser.

226 Einsätze bereits in diesem Jahr
Die Einheiten der Verbandsgemeinde wurden in diesem Jahr bereits zu 226 Einsätzen alarmiert. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Steigerung feststellbar. Bei Unwettereinsätzen wird der Einsatz nur einfach gezählt, auch wenn mehrere Einsatzstellen bearbeitet wurden. Das Einsatzgeschehen verteilte sich relativ ausgewogen: 55 Prozent entfielen auf allgemeine Hilfe, 45 Prozent auf Brandeinsätze. Das Einsatzspektrum war auch im laufenden Jahr breit gefächert. Dazu gehörten unter anderem Unfälle mit Fluggeräten und Paraglidern, mehrfach notwendige Personensuchen sowie Hochwassereinsätze an der Wied und Einsätze nach Starkregen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ein Tierunfall, bei dem ein Pferd unverletzt gerettet werden konnte. Wehrleiter Schäfer dankte allen Kameradinnen und Kameraden sowie deren Familien für die immerwährende Einsatzbereitschaft bei Tag und Nacht. Sein Dank galt auch den Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für die Einsätze freistellen.

Grußwort des Bürgermeisters
Bürgermeister Pierre Fischer würdigte das Ehrenamt. Man könne sich auf die Feuerwehr verlassen – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Er zeigte sich beeindruckt von den Einsätzen, bei denen er dabei war, und sagte: „Die Abläufe sitzen, die Zusammenarbeit funktioniert und man merkt, wie viel Ausbildung, Erfahrung und persönlicher Einsatz dahinter steckt. Hinter jedem Einsatz stehen Menschen. Menschen, die nachts aus dem Bett aufstehen, ihre Arbeit unterbrechen, ihre Familien zurücklassen oder einen gemeinsamen Abend abbrechen. Dies ist gelebtes Ehrenamt und verdient Respekt.“

Landrat Achim Hallerbach
Das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil des Brand- und Katastrophenschutzes und damit ein wesentlicher Baustein für die Sicherheit der Bevölkerung. Beim Warntag am 11. September hat das Kreisgebiet ausgezeichnet funktioniert. Zu 99 Prozent hätten die Sirenen ordnungsgemäß ihren Dienst versehen. „Gleichzeitig werde der Ausbau des Sirenennetzes fortgesetzt. Weitere Sirenen seien bereits in Auftrag gegeben. Ziel sei es, dass bis Ende 2027 alle vorgesehenen Sirenen in der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach installiert sind“, erklärte der Landrat. Ferner stellte Hallerbach den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz in den Mittelpunkt und hob das Projekt „ProHerzSchlag“ hervor, das der Landkreis aktuell ins Leben gerufen hat. Hallerbach machte damit deutlich, dass ein funktionierender Katastrophenschutz nicht allein von der Technik abhänge. Entscheidend seien ebenso die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, im Ernstfall Verantwortung übernehmen und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung leisten. Damit verbindet sich der Appell, den Brand- und Katastrophenschutz weiterzuentwickeln – von der technischen Ausstattung über ein funktionierendes Warnsystem bis zu den Menschen, die im Ernstfall für andere da sind. woti

Die Beförderungen des Abends:
▪ Sebastian Hess – Feuerwehr Hausen – Hauptbrandmeister
▪ Bastian Stoffels – Feuerwehr Hausen – Oberbrandmeister
▪ Jochen Zöller – Feuerwehr Waldbreitbach – Oberbrandmeister
▪ Christian Brose – Feuerwehr Waldbreitbach – Oberbrandmeister
▪ Sarah Stöbbauer – Feuerwehr Kurtscheid – Brandmeisterin
▪ Phillip Krämer – Feuerwehr Hausen – Brandmeister
▪ Robert Klemmer – Feuerwehr Breitscheid – Brandmeister
▪ Pascal Harens – Feuerwehr Breitscheid – Brandmeister
▪ Peter Schneider – Feuerwehr Waldbreitbach – Brandmeister
▪ Sebastian Lerbs – Feuerwehr Waldbreitbach – Brandmeister
▪ Ralf Teuner – Feuerwehr Waldbreitbach – Brandmeister
Folgende Ehrungen wurden ausgesprochen:

Ehrungen für 15 Jahre
• Marvin Kaul, Hümmerich
• Thomas Kopper, Hümmerich
• Michel von Geldern, Hümmerich
• Jonas Fackert, Kirchspiel Anhausen
• Sebastian Kröll, Hausen (Wied)
• Rouven Paschold, Hümmerich
• Marc Heßler, Hausen (Wied)
• Petar Pachedzhiev, Bonefeld
• Alexander Buhr, Hausen (Wied)
• Jan-Eric Henn, Kirchspiel Anhausen
• Martin Krumscheid, Roßbach (Wied)

Ehrungen für 25 Jahre
• Ralf Teuner, Waldbreitbach
• Katharina Hardt, Hausen (Wied)
• Sarah Stöbbauer, Kurtscheid
• Thorsten Jungblut, Waldbreitbach
• Daniela Polifka, Melsbach
• Sven Kalbitzer, Hümmerich
• Manuel Ließfeld, Oberraden-Straßenhaus
• Thomas Gersthahn, Kurtscheid

Ehrungen für 35 Jahre
• Stefan Vogtmann, Bonefeld
• Jörg Arians, Hümmerich

Ehrungen für 40 Jahre
• Manfred Krämer, Bonefeld
• Andreas Buslei, Kurtscheid
• Christoph Over, Hausen (Wied)

Ehrungen für 45 Jahre
• Thorsten Weber, Oberraden-Straßenhaus
• Stephan Henn, Kirchspiel Anhausen
• Dieter Becker, Roßbach (Wied)

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