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Nachricht vom 19.09.2026
Vereine
Grenzen verschieben: Joey Kelly inspiriert Vereine mit seiner Lebensgeschichte
Was haben ein Leben auf der Straße, 900 Kilometer Fußmarsch bis zur Zugspitze und die Zukunft der Vereine miteinander zu tun? Für Joey Kelly lautet die Antwort: Ausdauer, Zusammenhalt und die Bereitschaft, immer wieder weiterzumachen.
Joey Kelly berichtet über die Anfänge der Kelly-Familie und seine extremen sportlichen Aktivitäten. Neuwied. Beim dritten Heimatleben-Event der Sparkasse Neuwied erzählte der Extremsportler im neuen Deichherz von seinem ungewöhnlichen Lebensweg und davon, warum persönliche Grenzen nicht das Ende einer Herausforderung sein müssen. Zahlreiche Vereinsmitglieder waren der Einladung der Sparkasse gefolgt. Vorstandsvorsitzender Thomas Paffenholz begrüßte die Gäste und würdigte deren ehrenamtlichen Einsatz. „Durch Ihre Arbeit schaffen Sie viele Dinge, die sonst zu kurz kämen“, sagte er. Für das Deichherz war der Abend zugleich etwas Besonderes. Es war erst die zweite Veranstaltung in der neuen Neuwieder Stadthalle. Die offizielle Einweihung steht an diesem Sonntag, 20. September, um 17 Uhr auf dem Programm.

Dann gehörte die Bühne Joey Kelly. In seinem Vortrag „No Limits“ nahm er die Zuhörer mit in die Geschichte seiner Familie und in die Anfänge der Kelly Family. Er berichtete von den Jahren, in denen die Familie mit ihrem Bus unterwegs war und auf Straßen und Plätzen musizierte, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Viele Konzerte spielten die Kellys in dieser Zeit auf Spendenbasis. Es ging darum, von Auftritt zu Auftritt zu kommen, die Familie zu ernähren und sich gemeinsam über Wasser zu halten. Kelly schilderte diese frühen Jahre als Zeit harter Arbeit, Disziplin und starken familiären Zusammenhalts.

Später suchte Kelly die Herausforderung auch im Extremsport. Eine seiner außergewöhnlichsten Aktionen war die Deutschland-Durchquerung im Jahr 2010. Von Wilhelmshaven machte er sich zu Fuß auf den rund 900 Kilometer langen Weg zur Zugspitze. Ohne Geld und mit der Vorgabe, sich unterwegs nur von dem zu ernähren, was die Natur hergab, erreichte er sein Ziel nach 17 Tagen und 23 Stunden.

Immer wieder kehrte Kelly in seinem Vortrag zu den Erfahrungen seines Lebens zurück und schlug die Brücke zu den Vereinen. Auch dort gebe es Herausforderungen, Rückschläge und Momente, in denen es leichter wäre, aufzugeben. Seine Botschaft: weitermachen, den nächsten Schritt setzen und sich nicht von vermeintlichen Grenzen stoppen lassen.

Zwei kurze Sätze brachten seine Haltung besonders prägnant auf den Punkt. „Glück ist kein Zufall.“ und „Gib mehr, als du nimmst.“ Aussagen, die auch zum Gedanken des Heimatleben-Abends passten. Denn im Mittelpunkt standen nicht nur Inspiration und Motivation, sondern ganz konkrete Fragen zur Zukunft des Ehrenamts. An verschiedenen Themen- und Informationsständen konnten sich die Vereinsvertreter über Fördermöglichkeiten, Digitalisierung und eine zukunftsorientierte Vereinsführung informieren. Die Sparkasse Neuwied wollte damit praktische Unterstützung bieten und zugleich den Austausch zwischen den Vereinen fördern.

Auch die Neuwieder Stadtspitze war bei der Veranstaltung vertreten. Damit erhielt das Ehrenamt an diesem Abend zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit – schließlich sind es die Vereine, die mit ihrer Arbeit zahlreiche Angebote schaffen und das gesellschaftliche Leben vor Ort mittragen. Nach Vortrag und Gesprächen klang schließlich ein Abend aus, der zeigte, dass Vereinsarbeit manchmal ganz konkrete Unterstützung bedarf und manchmal einfach Geschichten, die Mut machen. woti
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