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| Pressemitteilung vom 18.09.2026 |
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| Shamonda-Virus im Landkreis Neuwied: Veterinäramt gibt Empfehlungen |
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| Das Friedrich-Loeffler-Institut hat das Shamonda-Virus bei Rindern im Landkreis Neuwied nachgewiesen. Das Veterinäramt informiert Tierhalter über Schutzmaßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. |
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Kreis Neuwied. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat das durch Insekten übertragene Shamonda-Virus (SHAV) mittlerweile in mehreren Regionen Deutschlands nachgewiesen, darunter auch bei Rindern im Landkreis Neuwied. Neben Rindern sind unter anderem auch Pferde, Schafe, Ziegen sowie Kameliden wie Lamas und Alpakas für den Erreger empfänglich. Für den Menschen besteht nach aktuellem Kenntnisstand kein relevantes Infektionsrisiko, da Viren der "Simbu-Serogruppe" in der Regel nicht als "Zoonoseerreger" gelten. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Neuwied informiert Tierhalter daher über die aktuelle Situation und empfiehlt gezielte Schutzmaßnahmen.
Krankheitsverlauf bei Rindern
Bei Rindern verläuft die Erkrankung nach einer kurzen Fieberphase meist mild und die Tiere erholen sich in der Regel schnell. Aktuell wird in betroffenen Betrieben vor allem bei laktierenden Milchkühen ein deutlicher Rückgang der Milchleistung und der Futteraufnahme sowie teilweise wässriger Durchfall beobachtet. Diese Symptomatik tritt bis dato fast ausschließlich bei laktierenden Milchkühen auf, was einerseits durch die hohe metabolische Leistung und andererseits durch die häufig sehr engmaschige Überwachung von Milchviehbeständen, erklärt werden kann.
Ob und in welchem Umfang das neu eingeschleppte Virus bei trächtigen Tieren wie das verwandte Schmallenberg-Virus zu Schädigungen der Feten führen kann, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Aborte, Totgeburten und missgebildete Kälber oder Lämmer sollten daher besonders aufmerksam untersucht werden.
Schwerer Verlauf bei Pferden
Ende August bestätigte das FLI zudem eine Infektion bei einem Pferd aus Rheinland-Pfalz, das zentralnervöse Störungen zeigte und eine hohe Viruslast im Gehirn aufwies. Aufgrund der ausgeprägten Symptomatik musste das Tier eingeschläfert werden. Dieser Fall deutet darauf hin, dass Krankheitsverläufe bei Pferden deutlich schwerer verlaufen können.
Zudem wurde das Virus bei einem Alpaka aus Hessen sowie in Schaf- und Ziegenproben aus Baden-Württemberg nachgewiesen.
Infektionsrisiko mindern
Da das Shamonda-Virus durch blutsaugende Gnitzen übertragen wird, ist eine vollständige Vermeidung der Infektion derzeit nicht möglich. Tierhalter können das Infektionsrisiko jedoch durch konsequenten Insektenschutz reduzieren. Hierzu wird der Einsatz geeigneter Repellentien, Fliegen- und Ekzemerdecken, Fliegenmasken sowie Insektenschutzgittern empfohlen. Zudem sollten stark von Gnitzen genutzte Feuchtgebiete und Moorflächen gemieden sowie Tränken und Trogbereiche sauber und befestigt gehalten werden. Um den Kontakt mit den Insekten zu minimieren, wird geraten, die Tiere während der stärksten Gnitzenaktivität in der Dämmerung und nachts im Stall unterzubringen oder Unterstände bereitzustellen.
Tierhalter sollten bei Auftreten der genannten Symptome zeitnah ihren Hoftierarzt hinzuziehen. Das Veterinäramt beobachtet die weitere Entwicklung fortlaufend und steht für Rückfragen zur Verfügung. (PM/bearbeitet durch Red) |
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| Pressemitteilung vom 18.09.2026 |
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