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Pressemitteilung vom 17.09.2026
Region
Rückhaltebecken gibt Gladbach mehr Sicherheit vor Starkregen
Die Servicebetriebe Neuwied bauen ein unterirdisches Becken zwischen Sportplatz und L 260, der Spielbetrieb bleibt uneingeschränkt möglich. In Heimbach-Weis erinnert man sich noch lebhaft an die Aufregung um das Regenrückhaltebecken Im Bitzen, das in einer Juninacht 2023 zu brechen drohte, noch bevor es fertiggestellt war.
Ein neues Rückhaltebecken bauen die Servicebetriebe Neuwied in Gladbach. Gute Nachricht für die Sportlerinnen: Trotz Bauarbeiten neben dem Feld können sie auf den Fußball- und Beach-Volleyball-Plätzen trainieren. (Foto: SBN/Kux)  
Neuwied. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren im Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern. Seitdem fragt in Weis niemand mehr, weshalb ein neues Becken nötig war – das alte Becken hatte in dieser Nacht bewiesen, dass es den heutigen Wetterkapriolen nicht mehr gewachsen war. Die Berechnungen haben auch für Gladbach und Heimbach gezeigt, dass größere Rückhaltebecken nötig sind.

"Starkregen können wir nicht verhindern. Aber wir können uns bestmöglich darauf vorbereiten", sagt Oberbürgermeister Jan Einig. "Dazu gehört neben der privaten Vorsorge ein kontinuierlicher Ausbau der Infrastruktur – sowohl über- als auch unterirdisch", begründet der gelernte Ingenieur die Investitionen. Mindestens sieben Millionen Euro wird das Rückhaltebecken für Gladbach kosten, das die Servicebetriebe nun bauen sollen.

Zwischen dem Sportplatz und der Landstraße 260 entsteht das unterirdische Becken. Es fasst 7.000 Kubikmeter Wasser. Statistisch betrachtet reicht das für ein Starkregenereignis, das durchschnittlich einmal in dreißig Jahren eingetreten ist.

"Extremwetter werden häufiger und stärker, das ist Fakt. Bei der Planung solcher Anlagen ist darum Weitsicht gefragt", sagt Stefan Herschbach, Vorstand der Servicebetriebe Neuwied (SBN). Die Mindestanforderung nach DIN-Norm sieht vor, dass die rückblickend alle zehn Jahre gefallenen Starkregen durch Rückhaltebecken aufgefangen werden sollen. In Gladbach plant man mit einem größeren Puffer, um den absehbaren Folgen des Klimawandels etwas entgegenzusetzen.

Die Lage zwischen Sportplatz, Beachvolleyballfeld und L 260 ermöglicht eine Baustelle ohne erhebliche Belastung der Anlieger oder des Verkehrs. Selbst der Trainings- und Spielbetrieb ist auf beiden Spielfeldern uneingeschränkt möglich. (PM)
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