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Pressemitteilung vom 11.09.2026
Rheinland-Pfalz
Desinfektionsmittel statt Wein: Hilfe für Winzer in Rheinland-Pfalz startet
Der Rückgang des Weinkonsums stellt Winzer vor Herausforderungen. Die EU hat nun Maßnahmen zur Unterstützung der Branche freigegeben, die bald anlaufen.
Wein in Rheinhessen. (Foto: Hannes P. Albert/dpa)Mainz. Eine Unterstützungsmaßnahme für die in der Krise steckende Weinbranche wird in Kürze starten. Ab Mitte September können Winzer aus den Anbaugebieten Rheinhessen und Württemberg Anträge für die sogenannte Krisendestillation stellen, wie das rheinland-pfälzische Weinbauministerium in Mainz mitteilte. Grund ist ein Überangebot an Wein auf dem Markt.

Winzer aus Rheinhessen und Württemberg, den größten beziehungsweise viertgrößten der 13 Anbaugebiete in Deutschland, dürfen künftig überschüssige Mengen zu Industriealkohol weiterverarbeiten. Dies wurde von der EU-Kommission nach einem deutschen Antrag genehmigt. Zugelassen sind Weine des Jahrgangs 2025 und älter.

Winzer müssen zunächst Mengen melden
Destillieren die Winzer aus den beiden Anbaugebieten Rotweine oder Roséweine zu Industriealkohol, erhalten sie eine finanzielle Förderung von 43 Cent pro Liter. Zusätzlich gibt es 16 Cent pro Liter für Logistik- und Brennkosten. Laut Ministerium in Mainz stellt die EU Rheinland-Pfalz dafür 10,33 Millionen Euro aus der EU-Agrarreserve zur Verfügung. Damit kann die Destillation von bis zu 17,5 Millionen Litern Wein unterstützt werden.

Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, darf der bei der Krisendestillation gewonnene Alkohol ausschließlich für industrielle Zwecke genutzt werden, etwa für Desinfektionsmittel und Energie. Eine Verwendung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist nicht zulässig. Interessierte Winzer müssen zunächst beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) die Menge an Wein angeben, die sie destillieren möchten. (dpa/KI/bearbeitet durch Red)

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