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Pressemitteilung vom 11.09.2026
Rheinland-Pfalz
Erdbeben am Rhein: Warum die Erde in Rheinland-Pfalz bebte
Ein Erdbeben der Stärke 3,5 erschütterte die Region um Worms und führte zu zahlreichen besorgten Anfragen bei den Behörden. Doch wie gefährlich war das Beben wirklich und was sind die Ursachen für die Erschütterungen?
Erdbeben - Seismograph. (Foto: Oliver Berg/dpa)Rheinland-Pfalz. Am Donnerstagabend (10. September) bebte die Erde im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Das Epizentrum des sogenannten "Dreiländerbebens" lag bei Bobenheim-Roxheim im Rhein-Pfalz-Kreis. Die Erschütterung war im Umkreis von rund 30 Kilometern, unter anderem in Mannheim, deutlich spürbar. Hinweise auf Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.

Schon erste Nachbeben

Das Hauptbeben ereignete sich in etwa acht Kilometern Tiefe und war natürlichen Ursprungs. Inzwischen registrierten die Behörden zwei weitere schwächere Beben in der Region mit Magnituden von 1,7 und 0,7, die jedoch nicht spürbar waren. Solche Nach- oder Begleitbeben treten auf, wenn sich nach einem stärkeren Stoß Spannungen entlang der Störungszonen lösen.

Tausende melden ihre Wahrnehmung

Der mäßig starke Erdstoß am Donnerstag wurde von vielen Menschen wahrgenommen. Rund 2.500 Personen trugen sich online beim Landeserdbebendienst Baden-Württemberg in makroseismische Fragebögen ein, um ihre Beobachtungen zu schildern. Auch in Südhessen war das Beben spürbar, wie Rückmeldungen aus Bürstadt, Lampertheim und weiteren Orten zeigen. "Von Schäden gibt es bisher keine Berichte", sagte Seismologe Benjamin Homuth. Viele beschrieben das Ereignis als Grollen oder Vibration, ähnlich einem Lastwagen, der gegen eine Wand fährt.

Warum die Erde hier bebt

Die Region um Worms liegt im Oberrheingraben, einer geologisch alten Bruchzone mit zahlreichen Verwerfungen. Diese wirken als Schwächezonen, die bei plötzlicher Spannungsentladung Erdbeben verursachen können. Der Oberrheingraben reißt heute zwar nicht mehr weiter auf, doch die afrikanische Platte bewegt sich nach Norden und drückt gegen die europäische Platte, was Spannungen erzeugt, die sich ruckartig entladen können. (dpa/KI/bearbeitet durch Red)

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