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Nachricht vom 01.09.2026
Rheinland-Pfalz
Strategien gegen die Dürre: Umweltministerin Schneider setzt auf Wasserspeicherung
Umweltministerin Christine Schneider betont, dass es keine schnelle Lösung für den Umgang mit der Dürre gibt. Dennoch sind Maßnahmen notwendig, um zukünftige Wasserknappheit zu bewältigen.
Interview mit Landwirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz. (Foto: Helmut Fricke/dpa)Mainz. Regenwasser besser speichern und mehr Brauchwasser einsetzen - das sind nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Christine Schneider zentrale Lehren aus dem Dürresommer 2026. "Es wird keine schnellen Maßnahmen geben", sagte die CDU-Politikerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Und es wird auch nicht die eine Maßnahme geben." Geeignete Maßnahmen seien regional sehr unterschiedlich. "Ziel muss es sein, möglichst viel Wasser in der Fläche zu halten, in denen es regnet, damit wir in Zeiten, in denen es knapp wird, genug zur Verfügung haben." Für die Wasserspeicherung böten insbesondere die Wälder große Kapazitäten.

Eine Machbarkeitsstudie in der Vorderpfalz untersucht, wie 20 Prozent des Uferfiltrats des Rheins genutzt werden können, um Grundwasser einzusparen. Schneider sieht auch den Einzelnen in der Pflicht: "Wir müssen uns vor Augen führen, dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass wir sauberes Trinkwasser immer und jederzeit zur Verfügung haben und uns auch selbst fragen, wo kann ich in knappen Zeiten Wasser sparen?"

Schon Kinder sollen für den sparsamen Umgang mit Wasser sensibilisiert werden. In Koblenz gibt es dafür das Projekt "Mosellum", bei dem Vorschul- und Schulkinder im Umgang mit Wasser geschult werden. "Wir müssen dafür ein viel stärkeres Bewusstsein schaffen." Es werde Trinkwasser auch da genutzt, wo vielleicht Brauch- oder Regenwasser verwendet werden könne - etwa bei der Toilettenspülung: "Das sind sicherlich Dinge, die wir in die Zukunft denken müssen, auch bei der Erstellung von Bebauungsplänen."

(dpa/bearbeitet durch Red)

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