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Nachricht vom 25.08.2026
Region
Regen hin oder her: "WAKE UP" Festival begeistert mehr als 800 Besucher in Linkenbach
Regenjacken, Gummistiefel, matschige Parkplätze und zwischenzeitlich die Sorge vor einem Unwetter - das WAKE UP Festival in Linkenbach hatte am vergangenen Wochenende mit einigem zu kämpfen. Die herausragende Stimmung der Besucher konnten die Umstände jedoch nicht trüben.
Musik, Zusammenhalt und ganz viel einladende Atmosphäre auf dem WAKE UP Festival. Fotos: Lara Jane Schumacher / Art of JaneLinkenbach. Am 21. und 22. August gehörte das Freizeitgelände in Linkenbach wieder ganz dem WAKE UP Festival, veranstaltet von der altbekannten "WUF"-Crew in Zusammenarbeit mit dem Musik- und Kulturverein Puderbacher Land e.V. und der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Puderbach. Wie auch in den letzten Jahren eine Selbstverständlichkeit für alle Beteiligten: die Gewinne des Benefizfestivals werden wieder gespendet.

Vor allem am Freitag machte das Wetter zu Festivalbeginn den Veranstaltern und Besuchern zu schaffen. Immer wieder regnete es kräftig, Regenjacken und Gummistiefel gehörten schnell zur Grundausstattung. Auch Decken wurden, insbesondere in den Abendstunden, auf dem Campingplatz ausgepackt. Die Stimmung litt darunter jedoch kaum – auf dem Gelände wurde trotz des klassischen "Festivalwetters" ausgelassen gefeiert. Kurzzeitig deuteten die Meldungen sogar darauf hin, dass sich ein Unwetter oder Gewitter entwickeln könnte. Entsprechende Vorkehrungen wurden bereits getroffen: Benjamin Skupin informierte die Anwesenden vorsorglich darüber, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollten. Glück im Unglück – dazu kam es letztlich jedoch nicht und das Festival konnte ohne Unterbrechung weitergehen.

Musikalische Vielfalt an zwei Tagen
Den Auftakt auf der Bühne machte am Freitag die Westerwälder Hardrock-Band "Alles auf Zucker", welche beim WUF ihr Debüt vor heimischem Publikum feierte - und dafür bereits kräftigen Applaus erntete. Anschließend standen "Hoves Meute" mit Celtic-Folk-Rock sowie "Skyline Green" mit einer mitreißenden Mischung aus Ska, Balkan, Reggae und Latin auf dem Programm. Für den verregneten Abschluss auf der Hauptbühne sorgte "Kind Kaputt" aus Leipzig. Die Band verbindet Alternative-Rock, Post-Punk und Indie-Einflüsse. Danach ging die Nacht mit "DJ M'Kay" im Discozelt weiter.

Am Samstag begann das Programm bereits um 12.00 Uhr. Auf dem Campingplatz standen unter anderem das allseits beliebte Bier-Yoga und Camper-Bingo auf dem Programm. Ab 13.15 Uhr gehörte die große Bühne zunächst Zauberer "Miracelix" und damit vor allem den jüngeren Gästen.

Ab 14.45 Uhr startete das reguläre Musikprogramm mit den "Kneipenschuldigern" aus Bad Honnef. Es folgten "Jackson Paranoia" aus Altenkirchen und die "Smokin Parrots" aus Koblenz. Die ursprünglich angekündigte Band "Bazooka Zirkus" hatte eine Woche vor dem Festival krankheitsbedingt absagen müssen, da der Schlagzeuger sich die Hände gebrochen hatte. Für sie sprang "Keine Faxxen" aus Düsseldorf mit Punkrock ein. Später standen "Udo Butter & das Team" mit einer Mischung aus Ska, Punk und Hip-Hop auf der Bühne – Konfettiregen sorgte dabei für zusätzliche Festivalatmosphäre. Den musikalischen Abschluss des Wochenendes übernahm schließlich die Leipziger Brass-Punk-Band "100 Kilo Herz". Auch danach war noch kein Ende in Sicht: Im bunten Discozelt konnten die Besucher nach Herzenslust weiterfeiern.

Miteinander in der Region
Gegenseitige Unterstützung wird beim WUF nicht nur auf dem eigenen Festivalgelände großgeschrieben. Unter den Besuchern fanden sich einige Kollegen anderer Festivals aus der Umgebung, beispielsweise vom „Field Invasion“, wieder. Auch die WUF-Crew selbst war im Laufe des Jahres immer wieder bei anderen Festivals zu Gast und unterstütze diese vor Ort. Ein Miteinander, welches den gegenseitigen Zusammenhalt zwischen den regionalen Festivals gut widerspiegelt. Sichtbar wurde dieser Gemeinschaftsgedanke auch bei der Anreise: Die Einweisung auf den Parkplätzen übernahm die KG Linkenbach und unterstützte damit das Festivalteam bei der Organisation.

Ein Festival für mehrere Generationen
Während sich das Wetter am Samstag weiterhin wechselhaft zeigte, wurde es am Abend angenehmer. Ein schöner Sonnenuntergang begleitete die letzten Stunden des Festivalprogramms. Wie schon in den vergangenen Jahren kamen unterschiedliche Generationen zusammen. Kinder tanzten mit Gehörschutz vor der Bühne, während Erwachsene gemeinsam anstießen, mitsangen oder sich vor Ort mit neuen Tattoos und Piercings ausstatteten. Musik, Camping und das gemeinsame Feiern standen dabei gleichermaßen im Mittelpunkt.

Gerade diese Mischung macht für viele Besucher seit Jahren den Charakter des "WAKE UP" Festivals aus. Das WUF wird von vielen als "Wohlfühl-Festival" beschrieben – ein Ort, an dem Menschen sie selbst sein können und akzeptiert werden. Rund 800 Besucher erlebten dieses Zusammenspiel am vergangenen Wochenende erneut in Linkenbach.
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