NR-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied
Nachricht vom 24.08.2026
Kultur
Konrad Adenauer in Unkel: Ein Theaterstück beleuchtet seine dramatische Zeit
Im September 2026 bringt die Theatergruppe des Geschichtsvereins Unkel ein besonderes Stück auf die Bühne. Es beleuchtet eine entscheidende Phase im Leben von Konrad Adenauer, als er von Oktober 1935 bis April 1936 im Unkeler Pax-Heim lebte. Diese Inszenierung gibt Einblick in seine damaligen Herausforderungen und Begegnungen.
SymbolfotoUnkel. Die Theatergruppe des Geschichtsvereins Unkel präsentiert das Stück "Konrad Adenauer - Stationen zwischen Unkel und Himmel", das anlässlich seines 150. Geburtstags aufgeführt wird. Im Zentrum steht Adenauers Aufenthalt im Pax-Heim von Oktober 1935 bis April 1936, nachdem er von den Nationalsozialisten aus Rhöndorf ausgewiesen wurde. Diese Zeit war geprägt von Unsicherheit und Verzweiflung. Das Stück untersucht Adenauers Empfindungen, seine Aktivitäten und die Besucher, die ihn aufsuchten. Eine bemerkenswerte Episode dieser Zeit ist seine Arbeit an einem "elektrischen Insektentöter".

Das Drama zeigt Gespräche mit seiner Frau Gussie, seinen Kindern und Freunden wie Dora Pferdmenges und Dannie Heineman. Während seines Aufenthalts erlebt Adenauer den Einmarsch der Wehrmacht ins Rheinland und Kontakte zu Widerstandsgruppen. Die Dialoge basieren größtenteils auf historischen Quellen, ergänzt durch wenige hinzugefügte Zeilen für die theatralische Darstellung. Die Schauspieler haben sich intensiv mit den historischen Situationen auseinandergesetzt, um authentisch darzustellen, wie die Interaktionen und das Verhalten der Personen gewesen sein könnten.

Neben dem Aufenthalt im Pax-Heim werden auch andere Verbindungen Adenauers zu Unkel thematisiert. Sein Sohn Paul diente als Hilfspriester in der Unkeler Pfarrkirche, und seine letzte Haushälterin Resi Schlief stammte aus Scheuren. Eine weitere Szene widmet sich ihr, da sie zuletzt in der Pützgasse wohnte. Auch ein weiterer Bundeskanzler hatte einen Wohnsitz in Unkel.

Das Manuskript stammt von Wolfgang Ruland, basierend auf Briefen, Erinnerungen und historischen Dokumenten. Unter der Regie von Doris Fortuin hat die Theatergruppe das Stück einstudiert. Die Aufführungen finden am Freitag, dem 11. September, und Samstag, dem 12. September 2026, jeweils um 19.35 Uhr im Haus Rheinfrieden in Rhöndorf statt. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr. Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten wird empfohlen, großräumig zu parken. Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt fünf Euro für Schüler und Studenten, und sind online sowie an verschiedenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Red
Nachricht vom 24.08.2026 www.nr-kurier.de