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| Pressemitteilung vom 24.08.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Dürre in Rheinland-Pfalz: Bauern kämpfen mit Futterknappheit |
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| Die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen stellt Landwirte in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen. Viele müssen bereits auf ihre Futterreserven zurückgreifen, um ihre Tiere zu versorgen. Was bedeutet das für die kommenden Monate? |
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Region. Vertrocknete Wiesen und verkümmerter Mais: Die Dürre setzt den Landwirten in Rheinland-Pfalz schwer zu. "Natürlich blutet uns da richtig das Herz, wenn man die gelben Flächen sieht, weil da müsste eigentlich das Futter für unsere Tiere wachsen", berichtet Stefan Fiedler aus Habscheid-Hallert (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Normalerweise hätte er schon vier Grasschnitte einfahren sollen, doch bisher waren es nur zwei. "Wir hoffen auf noch einen Schnitt im Oktober." Auch beim Futtermais sieht es düster aus: "Wir werden knapp die Hälfte ernten wie sonst die Jahre", so Fiedler, dessen Betrieb rund 400 Tiere hat.
Wie die Bauern ihre Tiere sattbekommen
Der 53-Jährige greift bereits seit Monaten auf Reserven von wachstumsreicheren Jahren zurück. "Das waren zum Glück ziemlich wachstumsreiche Jahre", sagt er. Diese Reserven sollen noch zwei Monate reichen. Vielen Betrieben im Land geht es ähnlich, bestätigt Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau in Koblenz. Nach nur zwei Grasschnitten sind viele Flächen durch die Trockenheit "regelrecht verbrannt", erklärt Jana Beck vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd in Mainz.
Wann es kritisch wird
"Das nächste Frühjahr ist sehr entscheidend", betont Fiedler. Sollte es wieder trocken werden, könnten viele Betriebe massive Probleme bekommen. Einige Betriebe sind bereits jetzt in einer angespannten Lage und müssen Wintervorräte angreifen. Wenn Futter knapp wird, könnte das Vieh abgestockt werden - sprich, es muss abgegeben oder geschlachtet werden.
Was für Lösungen es für die Bauern noch gibt
Fiedler sieht die zunehmende Trockenheit mit Sorge. Dennoch meint er: "Wir müssen mit der Natur arbeiten." Anpassungen wie trockenresistentere Gräser oder eine frühere Aussaat von Sommergetreide könnten helfen. Zudem fordert er die Abschaffung der "Güllesperrfrist", um mehr Flexibilität bei Grasschnitten zu ermöglichen. Auch müsse das Umbruchverbot beim Dauergrünland gelockert werden, um die Futtergrundlage zu stabilisieren.
Welche Botschaft Fiedler noch hat
Mehr Unterstützung aus der Bevölkerung und ein klares politisches Bekenntnis wünscht sich Fiedler. Bei Bränden seien Landwirte oft zur Stelle, doch ihre Arbeit werde nicht immer wertgeschätzt. "Wenn wir aber nächste Woche wieder mit Gülle über die Felder fahren - dann hat man die Befürchtung, dass es wieder in die andere Richtung geht", sagt er.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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| Pressemitteilung vom 24.08.2026 |
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