NR-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied
Pressemitteilung vom 22.08.2026
Rheinland-Pfalz
Gewalt im Freibad: Saisonbilanz aus Rheinland-Pfalz
Ein Besuch im Freibad sollte Entspannung und Spaß bringen, doch in diesem Sommer verlief nicht jeder Tag ungestört. Die Polizei in Rheinland-Pfalz hat zahlreiche Vorfälle gemeldet, die das Bild trüben.
(Foto: Thomas Warnack/dpa)Mainz. Die Freibadsaison in Rheinland-Pfalz neigt sich dem Ende zu, und eine erste Bilanz zeigt: Es blieb nicht überall friedlich. Von Anfang Mai bis Anfang August registrierte die Polizei mehr als 200 Vorfälle in Freibädern oder Badeanstalten, wie das Landeskriminalamt (LKA) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Körperverletzung und Diebstahl
Am häufigsten wurden Körperverletzungsdelikte gemeldet - insgesamt 49 Fälle. Zudem gab es 12 Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung, darunter sexuelle Belästigung und exhibitionistische Handlungen. Auch Diebstähle waren ein Problem: In 42 Fällen wurden unter anderem Bargeld und Smartphones gestohlen. Sieben Mal handelte es sich um Bedrohungen. Die Zahlen stammen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem und sind daher nur als Tendenz zu verstehen, da auch Fehlalarme enthalten sein können.

Schlägereien und geworfene Steine
Die Polizei musste mehrfach eingreifen. Im Mai eskalierte ein Streit zwischen zwei Gruppen in einem Freibad in Kaiserslautern: Ein junger Mann warf einen Stein, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung kam, bei der mehrere Personen verletzt wurden. Mitte August gerieten zwei Familien im Strandbad Frankenthal aneinander, nachdem ihre Kinder in eine Rangelei verwickelt waren. Die Eltern mischten sich ein, was zu leichten Verletzungen führte und die Beteiligten zum Verlassen des Bades zwang.

Vergleich der vergangenen Jahre
Das LKA weist darauf hin, dass sich die Zahlen für 2026 noch ändern könnten. Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) bietet einen Überblick über die vergangenen Jahre, unterscheidet jedoch nicht zwischen verschiedenen Badestellen. Ein klarer Trend bei den Gewaltdelikten ist nicht erkennbar. 2025 wurden 49 Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert, ähnlich wie in den Jahren zuvor. Drei dieser Fälle waren Vergewaltigungen. (dpa/KI/Red)

Pressemitteilung vom 22.08.2026 www.nr-kurier.de