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Pressemitteilung vom 19.08.2026
Politik
Kühler Kopf in heißen Zeiten: Bündnis für Neuwied fordert mehr Hitzeschutz für Bürger
Das Bündnis für Neuwied, bestehend aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FWG, FDP und BSW, haben zunächst Konsequenzen aus den diesjährigen Hitzeperioden gezogen. Es wurde ein Antrag gestellt, um die Stadt und ihrer Bewohner besser auf zukünftige Hitzeperioden vorzubereiten und auch vor diesen zu schützen.
Symbolbild (Foto: Pixabay)Neuwied. Die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FWG, FDP und BSW wollen den Hitzeschutz in Neuwied weiterentwickeln. Mit einem gemeinsamen Antrag fordert das Bündnis für Neuwied, die Stadt besser auf absehbar häufig auftretende Hitzeperioden vorzubereiten und den Hitzeschutz künftig stärker bei Stadtplanung, öffentlichen Räumen und städtischen Gebäuden zu berücksichtigen.

"Insbesondere der diesjährige Sommer hat gezeigt, dass zunehmende Hitze auch für unsere Stadt eine konkrete Herausforderung ist. Wir wollen deshalb jetzt vorsorgen und nicht erst reagieren, wenn die nächste Hitzewelle da ist", machen die Fraktionsvorsitzenden Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Bündnis 90/Die Grünen), Lars Ebert (FWG), Dr. Dietrich Rühle (FDP) und Tobias Härtling (BSW) deutlich.

Besonders im Blick stehen Kinder und Familien sowie ältere und pflegebedürftige Menschen. Gerade Kitas und Schulen sollen beim sommerlichen Wärmeschutz künftig noch stärker berücksichtigt werden. "Es geht uns um drei Dinge: Menschen schützen, öffentliche Räume und Gebäude anpassen und bei künftigen Investitionen Hitzeschutz von Anfang an mitdenken", stellen die fünf Fraktionsvorsitzenden fest.

Konkrete Maßnahmen für Neuwied
Die Stadt soll ihre eigenen Möglichkeiten konsequent nutzen. Dazu gehören mehr Begrünung und Verschattung öffentlicher Räume, zusätzliche Baumpflanzungen, die Entsiegelung geeigneter Flächen und weitere beschattete Aufenthaltsbereiche. Auch zusätzliche Trinkwasserspender an geeigneten und stark frequentierten Standorten sollen geprüft und installiert werden.

Die Erfahrungen mit den im vergangenen Jahr auf dem Marktplatz getesteten Sprühnebeleinrichtungen sollen ausgewertet werden. Dabei sollen insbesondere Wirkung, Akzeptanz, Kosten und technische Umsetzung betrachtet werden. "Bei einem positiven Ergebnis regen wir an vergleichbare Lösungen auch an anderen besonders aufgeheizten Orten zu schaffen."

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sommerlichen Wärmeschutz in städtischen Gebäuden, Kitas und Schulen. Bei künftigen städtischen Neubauten sollen bereits in der Planung unter anderem Verschattung, Begrünung, natürliche Belüftung, reduzierte Versiegelung und ein klimaangepasstes Regenwassermanagement berücksichtigt werden.

"Wir wollen Hitzeschutz dort verankern, wo ohnehin geplant, gebaut und investiert wird. So können notwendige Maßnahmen sinnvoll miteinander verbunden werden, ohne jedes Mal neue Strukturen schaffen zu müssen", machen die Fraktionsvorsitzenden deutlich.

Gesundheitsschutz gemeinsam mit dem Landkreis
Beim gesundheitlichen Hitzeschutz setzt das Bündnis auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis Neuwied und dem Gesundheitsamt. Die Verwaltung soll Gespräche darüber aufnehmen, wie Menschen, die durch Hitze besonders gefährdet sind, besser erreicht und unterstützt werden können. Dabei sollen bestehende Informations- und Warnangebote genutzt und sinnvoll miteinander verbunden werden. Auch die Einrichtung eines Hitzetelefons oder eines vergleichbaren Beratungsangebots soll gemeinsam mit dem Landkreis geprüft werden. Eine medizinische Beratung durch die Stadtverwaltung selbst ist ausdrücklich nicht vorgesehen.

"Wir wollen keine Doppelstrukturen schaffen. Die Stadt soll dort handeln, wo sie selbst Verantwortung trägt, und beim gesundheitlichen Schutz eng mit dem Landkreis und den zuständigen Stellen zusammenarbeiten", stellen Hahn, Wilke, Ebert, Rühle und Härtling klar.

Schrittweise und mit Blick auf die Möglichkeiten der Stadt
Der Antrag setzt bewusst auf einen schrittweisen und pragmatischen Ansatz. Zunächst sollen die bereits bestehenden Maßnahmen der Stadt zusammengeführt und weitere kurz-, mittel- und langfristige Möglichkeiten identifiziert werden.

Neue Maßnahmen sollen hinsichtlich ihrer personellen, organisatorischen und finanziellen Auswirkungen geprüft werden. Auch Fördermöglichkeiten sollen einbezogen werden. Soweit sinnvoll, sollen Maßnahmen mit bereits geplanten Vorhaben der Stadtentwicklung, Grünflächenplanung und Gebäudesanierung verbunden werden.

"Wir wollen nicht alles auf einmal - aber wir wollen jetzt anfangen. Viele Maßnahmen brauchen Zeit und Geld. Deshalb ist es wichtig, heute die richtigen Weichen zu stellen und Hitzeschutz künftig von Anfang an mitzudenken", betonen die fünf Fraktionsvorsitzenden. (PM/Red)
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