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Nachricht vom 18.08.2026
Rheinland-Pfalz
Niedrigwasser am Rhein treibt Spritpreise in Rheinland-Pfalz in die Höhe
Das Niedrigwasser des Rheins sorgt derzeit für steigende Spritpreise in Deutschland. Besonders betroffen sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz, wo Autofahrer aktuell die höchsten Preise zahlen müssen.
Tanken. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpaMünchen. Die Menschen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen sehen sich derzeit mit den höchsten Spritpreisen in Deutschland konfrontiert. Laut einer Auswertung des ADAC liegen die Durchschnittspreise für Superbenzin der Sorte E10 und Diesel in diesen Bundesländern an der Spitze. Der Unterschied zu Mecklenburg-Vorpommern, dem derzeit günstigsten Bundesland, beträgt teilweise mehr als 8 Cent. Auch Berlin und Bayern verzeichnen deutlich niedrigere Preise. Insgesamt ist ein leichter Anstieg der Preise zu beobachten.

"Die höheren Preise in den drei teuersten Bundesländern dürften sich hauptsächlich durch die logistischen Herausforderungen aufgrund des Niedrigwassers am Rhein erklären lassen", erklärt Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte beim ADAC. Diese Situation beeinflusst auch den bundesweiten Durchschnittspreis. "Niedrigwasser ist ein Sonderfaktor, der auch den bundesweiten Durchschnitt um einige Cent nach oben ziehen dürfte", so Laberer weiter.

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Montag kostete ein Liter Super E10 2,169 Euro - eine Steigerung von 0,8 Cent im Vergleich zum Sonntag. Damit liegt der Preis nur noch 3,4 Cent unter dem Allzeithoch vom März 2022. Diesel verteuerte sich um 0,9 Cent auf 2,252 Euro pro Liter. Erste Werte vom Dienstagmorgen zeigen ebenfalls einen Aufwärtstrend bei E10 und Diesel.

Laberer betont: "Mit Blick auf die Haupteinflussfaktoren, den Ölpreis und den Dollar-Wechselkurs, ist Sprit im Moment deutlich zu teuer." In den vergangenen Monaten war Rohöl bereits teils deutlich teurer als jetzt. Für den Bundesländer-Vergleich wurden die Preise um 11.00 Uhr vormittags ermittelt, da dies seit Einführung der 12-Uhr-Regel meist einer der günstigsten Zeitpunkte des Tages ist. Ein Vergleich zwischen den 11-Uhr-Werten der einzelnen Länder ist daher sinnvoll.

Am günstigsten war am Dienstag Mecklenburg-Vorpommern mit 2,078 Euro pro Liter E10 und 2,172 Euro für Diesel. Es folgen Berlin mit 2,081 Euro für E10 und 2,175 Euro für Diesel sowie Bayern mit 2,087 Euro und 2,175 Euro. "Dass es in Bayern aktuell verhältnismäßig günstig ist, dürfte auch daran liegen, dass es über große Pipelines aus dem Süden mit Rohöl versorgt wird und daher vom Rhein-Niedrigwasser verhältnismäßig unabhängig ist", erläutert Laberer. "In Berlin spielt die höhere Tankstellendichte und damit ein höherer Wettbewerb eine Rolle."

Am teuersten waren die bereits erwähnten Länder im Westen. Bei E10 trifft es Hessen mit 2,164 Euro pro Liter am härtesten, gefolgt von NRW mit 2,163 Euro und Rheinland-Pfalz mit 2,157 Euro. Bei Diesel liegt NRW mit 2,254 Euro an der Spitze, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 2,238 Euro und Hessen mit 2,236 Euro. (dpa/bearbeitet durch Red)
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