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Nachricht vom 18.08.2026
Rheinland-Pfalz
Landwirte im Einsatz: Red Farmers unterstützen bei Bränden in Rheinland-Pfalz
Bei Katastrophen wie dem Feuer in der Eifel sind auch Landwirte und Winzer bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Die sogenannten Red Farmer sind immer häufiger gefragt.
Projekt "Red Farmer" (Foto: Lennart Preiss/dpa)Rheinland-Pfalz. Die privaten Hilfstransporte bei der Flutkatastrophe im Ahrtal animierten Landwirt Thomas Knecht und Winzer Ingo Pfalzgraf zur Gründung der Red Farmers. Inspiriert wurden die beiden Pfälzer dabei auch von einer Idee des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Spessart, wie Knecht der Deutschen Presse-Agentur sagte.

"Eine generelle Hilfe von Landwirten für die Feuerwehr gab es schon immer", berichtete Knecht. "Vieles war aber eher spontan, regional und zum Teil unkoordiniert." Eine Reihe von Vegetations- und kleineren Waldbränden 2022 in der Südpfalz habe die Idee zu der Vermittlungsplattform weiter reifen lassen.

Plattform vermittelt die "roten Landwirte"
Denn, wenn der Wind schlecht stehe, seien auf einem Feld mit 1,20 Meter hohem Getreide schnell vier bis acht Hektar abgebrannt. So schnell könne die Feuerwehr oft gar nicht da sein, gerade auf dem Land, wo es auf viele Freiwillige ankomme, berichtete Knecht, der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist.

Als Dritter im Bunde kam Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jens Thiele aus dem Landkreis Südliche Weinstraße zu dem Projekt dazu. Und nach und nach Spenden, auch von größeren Firmen.

Der Name spielt auf das Rot der Feuerwehr an
2022 starteten die Red Farmers eine Art "Dating Plattform", um die Feuerwehr mit Landwirten zu verknüpfen. Die Landwirte stellten ihre Fahrzeuge und Angebote ein, darunter Schlepper, Lkw mit Wasserfassaufliegern, Tankanhängern und sogar Brunnen, wie Knecht sagte. Dabei werde darauf geachtet, dass die Daten aktuell bleiben.

Kaum war das Online-Portal in einer Probeversion gestartet, hätten sie einen Anruf aus dem bayerischen Bauernverband bekommen. Inzwischen sind die Red Farmers - der Name spielt auf das Rot der Feuerwehr an - außer in Rheinland-Pfalz und Bayern auch in Schleswig-Holstein und Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens aktiv.

Das Interesse wächst - auch international
Interesse gebe es auch in den anderen Bundesländern sowie aus Österreich, der Schweiz und Belgien, sagte Knecht. In der Eifel, wo Ende vergangener Woche der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens entstanden war, hätten der Kreis Düren und die Gemeinde Hürtgenwald auch das Online-Portal zur Registrierung von Hilfsangeboten der Red Farmers genutzt.

Inzwischen seien in ganz Deutschland Landwirte mit einem Reservoir von rund 10.000 Kubikmetern Transportvolumen für Löschwasser auf der Plattform registriert, sagte Knecht. "Wir wollen keine Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk ersetzen." Es gehe vielmehr um schnelle und effiziente Hilfe vor Ort. (dpa/bearbeitet durch Red)
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