NR-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied
Nachricht vom 17.08.2026
Rheinland-Pfalz
Dürre und Hitze: Ein neues Normal für Rheinland-Pfalz?
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Rheinland-Pfalz deutlich spürbar. Im Landtag wird die SPD das Thema zur Diskussion stellen, um auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen durch Dürre und Hitze aufmerksam zu machen.
Dürre am Mittelrhein. (Foto: Boris Roessler/dpa)Mainz. Die SPD im rheinland-pfälzischen Landtag will die Folgen des Klimawandels für die wirtschaftliche Zukunft des Landes thematisieren. Fraktionschef Alexander Schweitzer betonte in Mainz, dass dieser Sommer gezeigt habe, dass fehlende Maßnahmen gegen Hitze und Dürre "uns sehr viel mehr kostet" als der Klimaschutz selbst. Er hob hervor, dass die sozialen und gesundheitlichen Folgen, darunter etwa 1.600 Hitzetote, eine "große, vielleicht auch generationelle Herausforderung" darstellen. Besonders betroffen sei in diesem Jahr die Volkswirtschaft.

Das war kein Ausnahmesommer mehr
Schweitzer erklärte weiter: "Wir reden nicht von einem Ausnahmesommer, sondern wir müssen davon ausgehen, dass das das neue Normal wird." Dies fordere auch die schwarz-rote Landesregierung zum Handeln auf. Die SPD habe in der neuen Koalition durchgesetzt, dass das Klimaschutzgesetz in Rheinland-Pfalz bestehen bleibe. Dieses Gesetz, das unter anderem von der CDU kritisiert wurde, war von der Ampel-Regierung verabschiedet worden.

Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hatte bei seiner Regierungsübernahme angekündigt: "Wir werden die im Landesklimaschutzgesetz vorgesehene Überprüfung auf das Jahr 2028 vorziehen. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Klimaneutralität bis 2040 nicht erreicht werden kann, werden wir die gesetzlich vorgesehene Anpassung vornehmen."
(dpa/bearbeitet durch Red)

Nachricht vom 17.08.2026 www.nr-kurier.de