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Nachricht vom 17.08.2026
Wirtschaft
Historischer Wohnbau in Neuwied erstrahlt in neuem Glanz
In Neuwied hat die GSG ein Denkmal an der Engerser Landstraße/Gutenbergstraße aufwendig saniert. Der Einsatz wurde von Denkmalschützern gelobt. Was das Gebäude so besonders macht, erfahren Sie hier.
Das toll sanierte GSG-Wohnhaus an der Ecke Engerser Landstraße/Gutenbergstraße aus dem Jahr 1926 von der Straßenseite aus fotografiert. Foto: Michael Stoll/GSGNeuwied. Die GSG Neuwied besitzt in der Deichstadt 22 denkmalgeschützte Häuser aus den 1920er- und vereinzelt aus den 1950er-Jahren. Die Sanierung solcher Gebäude erfordert viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Eckhaus an der Engerser Landstraße/Gutenbergstraße, das kürzlich umfassend renoviert wurde.

Früher war der Anstrich des Hauses verblasst, heute strahlt die Fassade in einem frischen Blau-Grün. Die Sanierung war jedoch notwendig, um abbröckelnde Putzstellen und beschädigte Originalbalkone zu reparieren. Historische Fensterdetails wurden anhand alter Fotografien wiederhergestellt. Seit 2004 gehört das Haus zur Denkmalzone "Gutenbergstraße", was seinen Erhalt als Teil des charakteristischen Stadtbildes sichern soll.

Dr. Reinhard Lahr von der Unteren Denkmalschutzbehörde erklärt, dass dieser Straßenabschnitt die Architektur der 1920er-Jahre repräsentiert. Die Fassade, entworfen vom Architekten Valentin Müller, zeigt typische Rundbogenfenster und Art-deco-Reliefs. Im Türsturz sind die Jahreszahl 1926 sowie das Kürzel der ursprünglichen Baugesellschaft "Gebus" zu erkennen.

GSG-Architektin Maxine Dieckhoff betreut das Projekt seit Herbst 2023. Die energetische Sanierung stellte eine Herausforderung dar, da die Fassaden im Originalzustand erhalten bleiben mussten. Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Gebäudewände ausreichend gedämmt sind. "Die haben damals gut gebaut, besser als viele Gebäude in den 1950er- und 60er-Jahren", so Dieckhoff.

Das Gebäude beherbergt zehn großzügige Wohnungen. Viele Mieter leben dort schon lange und profitieren nun von neuen Balkonen. Das Ensemble war ursprünglich sozialer Wohnungsbau, inspiriert von der Gartenstadt-Bewegung, die bessere Lebensbedingungen in städtischen Quartieren anstrebte. Red
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