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Nachricht vom 15.08.2026
Politik
Klimaschutz in Neuwied: Verzögerungen und Forderungen
Die anhaltende Hitzeperiode stellt die Stadt Neuwied vor große Herausforderungen. Die Wählergruppe Etscheidt kritisiert die bisherige Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen und fordert dringend mehr Engagement von der Stadtverwaltung.
Nur Blumenkübel sind zu wenig. Fotos: Dr. Jutta EtscheidtNeuwied. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Neuwied deutlich spürbar. Die Wählergruppe Etscheidt wirft der Stadtverwaltung vor, nicht ausreichend auf die steigenden Temperaturen vorbereitet zu sein. Bereits seit 2014 setzt sich Etscheidt im Stadtrat für mehr Grünflächen und Wasserspender ein. "Seit ich 2014 in den Stadtrat gewählt wurde, habe ich mandramäßig darauf hingewiesen, dass wir mehr Grün und Wasser in der Stadt brauchen, Versiegelungen stoppen sowie natürliche Versickerung und Regenwassernutzung fördern sollten," erklärt Etscheidt. Trotz eines beschlossenen Klimaanpassungskonzepts im Dezember 2021, das zu 90 Prozent vom Bund gefördert wird, sind bisher kaum Fortschritte erkennbar.

Im Oktober 2023 präsentierte ein Planungsbüro Vorschläge zur Klimaanpassung, darunter Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen sowie Dach- und Fassadenbegrünung. "Das kam uns sehr bekannt vor," kommentiert die Wählergruppe. Dennoch wurden diese Vorschläge bislang kaum umgesetzt. Etscheidt betont die Notwendigkeit großer Bäume und alternativer Beschattungsmöglichkeiten, um die Stadt hitzeresilienter zu gestalten. Auch Firmen in Gewerbegebieten sieht sie in der Pflicht, ihren Beitrag zu leisten, indem sie ihre Flächen klimafreundlicher gestalten.

Besonders kritisch betrachtet die Wählergruppe die Planung des neuen Industriegebiets in Heddesdorf. "Eine Nummer kleiner hätte es auch getan," meint die Gruppe und stimmte im Stadtrat dagegen. Abschließend fordert die Wählergruppe: "Die Stadtverwaltung muss der Erstellung und Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts mehr Priorität einräumen und endlich vorankommen." Red
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