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| Nachricht vom 14.08.2026 |
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| Wirtschaft |
| Neuer SCHUFA-Score 2026: Wie Zahlungsverhalten und Kartennutzung heute die Bonität beeinflussen |
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ANZEIGE | Ein neuer Score arbeitet nicht nur nach einem gänzlich anderen Bewertungssystem, sondern legt erstmals auch transparent offen, welche zwölf Kriterien in die Berechnung einfließen.
Damit lässt sich für Verbraucherinnen und Verbraucher besser nachvollziehen, welche Faktoren die eigene Bonität beeinflussen. Insbesondere vor dem Abschluss neuer Finanzverträge lohnt sich deshalb ein Blick auf das neue System der SCHUFA. |
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Von der Blackbox zum Punktesystem
Seit dem 17. März 2026 verwendet die SCHUFA für ihren neuen Score nicht mehr das alte Prozentsystem, sondern eine Skala von 100 bis 999 Punkten. Je höher der Wert, desto besser wird die Bonität eingeschätzt. Hinter dem Ergebnis stehen zwölf Kriterien mit einer jeweils festgelegten Zahl möglicher Punkte. Verbraucherinnen und Verbraucher können dadurch einfach nachvollziehen, welche Informationen in die Bewertung einfließen und welche Gewichtung sie haben.
Eine weitere Änderung: Künftig sollen Verbraucher und Unternehmen denselben Score sehen. Das bisherige Nebeneinander aus Basis-Score und verschiedenen Branchen-Scores soll damit der Vergangenheit angehören. Vollständig abgeschlossen ist die Umstellung allerdings noch nicht. Für Unternehmen gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2028. Die Verbraucherzentrale wies deshalb im Juni darauf hin, dass alte Branchen-Scores zunächst weiter genutzt werden können, was den Transparenzanspruch für Verbraucherinnen und Verbraucher zunächst noch einschränkt.
Die Reform macht sichtbar, dass Bonität keineswegs nur dann eine Rolle spielt, wenn bereits Rechnungen unbezahlt geblieben sind. Auch bestehende Finanzverpflichtungen sowie bestimmte Anfragen und Vertragsabschlüsse können in die Beurteilung miteinfließen.
Auch Kreditkarten und Girokonten gehören zu den Kriterien
Ein eigenes Kriterium des neuen Scores erfasst Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Beantragt jemand eine neue Kreditkarte oder eröffnet ein Girokonto, kann das jeweilige Kreditinstitut eine Bonitätsanfrage bei der SCHUFA stellen. Sowohl solche Anfragen als auch Vertragsabschlüsse können anschließend in die Berechnung einfließen.
Nach Angaben der SCHUFA reicht die Bewertung dieses Kriteriums von 0 bis 117 Punkten. Keine Anfrage und kein Abschluss bringen die höchste Punktzahl. Ab drei Anfragen oder Abschlüssen gibt es in diesem Kriterium keine Punkte mehr. Mehrere Vorgänge innerhalb von 28 Tagen werden allerdings nur einmal gezählt.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das, dass sie den Auswahl- und Antragsprozess für Kreditkarten und Girokonten neu bewerten sollten. Wer wahllos eine große Anzahl an Anbietern anfragt, riskiert damit seine Bonität. Wer beispielsweise eine passende Kreditkarte online beantragen möchte, sollte deshalb konkret definieren, welche Anforderungen das Zahlungsmittel für den individuellen Bedarf erfüllen sollte und zunächst unverbindliche Vergleichsoptionen wählen, zum Beispiel bei unabhängigen Online-Plattformen.
Dabei lohnt sich der Blick über die Jahresgebühr hinaus. Abrechnungsart, mögliche Sollzinsen, Gebühren für Bargeldabhebungen oder Fremdwährungseinsatz und der vorgesehene Verfügungsrahmen können sich je nach Angebot unterscheiden. Eine Karte, die für gelegentliche Online-Einkäufe genügt, muss für regelmäßige Auslandsreisen nicht zwangsläufig die beste Wahl sein.
Ganz gleich, welche Services Kreditkarten und Girokonten für das persönliche Zahlungsverhalten anbieten müssen, der konkrete Antrag sollte auch im Hinblick auf den SCHUFA-Score immer der letzte Schritt sein und idealerweise nur bei einem Dienstleister erfolgen.
Eine Kreditkarte ist kein klassischer Kredit
Für die eigene Bonität kann es auch ein wichtiger Faktor sein, den sinnvollen Einsatz einer Kreditkarte richtig zu bewerten.
Bei klassischen Kreditkarten werden die innerhalb eines vereinbarten Zeitraums getätigten Umsätze zu einem bestimmten Termin vollständig oder teilweise vom Konto abgebucht. Ob für in Anspruch genommenen Kredit Zinsen entstehen, hängt von der jeweiligen Vereinbarung mit dem Kartenanbieter ab.
Davon zu unterscheiden sind Debitkarten, bei denen Umsätze in der Regel zeitnah dem Konto belastet werden, sowie Prepaidkarten, die zuvor mit Guthaben aufgeladen werden. Vor einem Antrag ist deshalb zunächst die Frage sinnvoll, welche Kartenart zum alltäglichen Zahlungsverhalten passt und wie die geplante Nutzung sich auf die Bonität auswirken kann.

Verbraucherinnen und Verbraucher können Einblick nehmen
Die größere Transparenz, die der neue SCHUFA-Score bietet, birgt viele Vorteile, sofern Verbraucherinnen und Verbraucher Gebrauch davon machen.
Die Verbraucherzentralen raten deshalb dazu, die bei Auskunfteien hinterlegten Daten regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf korrigieren zu lassen. Eine kostenlose Datenkopie kann bei der SCHUFA angefordert werden. Enthält sie falsche oder veraltete Angaben, können Betroffene eine Korrektur beziehungsweise gegebenenfalls eine Löschung verlangen.
Das kann insbesondere vor einem größeren Finanzierungsvorhaben sinnvoll sein. Schließlich wird die Bonität nicht nur beim Antrag für eine neue Kreditkarte relevant. Banken, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger und andere Dienstleister können Informationen von Auskunfteien zur Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos heranziehen.
Mehr Transparenz ersetzt nicht die eigene Finanzplanung
Der neue Score liefert Verbraucherinnen und Verbrauchern vor allem eines: einen besseren Einblick in ein System, das zahlreiche alltägliche Vertragsentscheidungen begleiten kann. Aus einer schwer verständlichen Prozentzahl und unterschiedlichen Branchenwerten wird schrittweise ein Punktesystem mit nachvollziehbaren Kriterien.
Eine Gebrauchsanweisung für finanzielle Entscheidungen ist der Score trotzdem nicht. Ob ein neues Girokonto, eine Kreditkarte oder ein Ratenkredit sinnvoll ist, hängt weiterhin von der persönlichen Situation ab.
Die größere Transparenz kann jedoch helfen, Finanzentscheidungen bewusster vorzubereiten. Wer weiß, welche Daten gespeichert sind, Angebote vor einem Antrag vergleicht und bestehende Verpflichtungen im Blick behält, kann sich finanziell effizienter aufstellen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher kann das der größte Vorteil sein, den der neue SCHUFA-Score mit sich bringt. (prm) |
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| Nachricht vom 14.08.2026 |
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