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Pressemitteilung vom 14.08.2026
Region
Verfahrenslotsen im Kreis Neuwied: Wegbereiter für inklusive Jugendhilfe
Im Kreisjugendamtsbezirk Neuwied wurden die Verfahrenslotsen als zentrale Anlaufstelle für junge Menschen mit Behinderung etabliert. Bei einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses stellten sie ihre Arbeit und die Herausforderungen der vergangenen Monate vor.
Auch Kreisjugendsamtleiter Uwe Kukla kann auf das Engagement der beiden Verfahrenslotsinnen des Landkreises Neuwied, Esther Eiden und Jennifer Huiskes-Funk, bauen. Foto: Thomas HerschbachNeuwied. Am 14. August 2026 präsentierten die Verfahrenslotsinnen Esther Eiden und Jennifer Huiskes-Funk im Außerschulischen Lernort Linkenbach ihre Tätigkeit im Rahmen der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses für den Kreisjugendamtsbezirk Neuwied. Seit der Einführung des Paragraphen 10b SGB VIII am 1. Januar 2024 fungieren sie als unabhängige Beraterinnen für junge Menschen bis 27 Jahre, die eine Behinderung haben oder von einer solchen bedroht sind.

Die Hauptaufgabe der Verfahrenslotsen besteht darin, diesen jungen Menschen und ihren Familien den Zugang zu komplexen Eingliederungshilfeleistungen zu erleichtern. "Ziel ist es, den Zugang zu komplexen Eingliederungshilfeleistungen zu vereinfachen und die Träger der öffentlichen Jugendhilfe strukturell auf die bevorstehende Inklusion vorzubereiten", erklärte Landrat Achim Hallerbach. Die Lotsen beraten umfassend, unterstützen bei der Antragsstellung und begleiten durch das gesamte Verfahren der Hilfegewährung.

Uwe Kukla vom Kreisjugendamt betonte: "Die Verfahrenslotsen sollen nach dem Wunsch des Bundesgesetzgebers hier Abhilfe schaffen." Sie bieten nicht nur Beratung, sondern auch Unterstützung bei Hilfegesprächen und tragen dazu bei, dass die Betroffenen die erforderliche Unterstützung erhalten, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Unterstützung des Jugendamtes bei der strukturellen Zusammenführung der Eingliederungshilfe. Hierbei fließen die Erfahrungen aus der Beratungspraxis ein, um bestehende Prozesse zu optimieren. Ein jährlicher Bericht dokumentiert die Arbeit und zeigt mögliche Lücken in der Versorgungslandschaft auf.

Landrat Achim Hallerbach sieht in der Einführung der Verfahrenslotsen einen wesentlichen Schritt zur Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung im Sozialsystem. "Mit den Verfahrenslotsinnen steht fachkompetente Beratung zur Verfügung", so Hallerbach weiter.

Für weitere Informationen stehen die Verfahrenslotsinnen telefonisch unter der Rufnummer 02631/803-676 oder per E-Mail an verfahrenslotse@kreis-neuwied.de zur Verfügung. PM/Red
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