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Pressemitteilung vom 11.08.2026
Region
Niedrigwasser fordert Rheinfähre heraus: Bad Honnef setzt sich für langfristige Lösung ein
Die anhaltende Trockenheit und niedrige Wasserstände des Rheins bedrohen den Fährbetrieb zwischen Bad Honnef und Rolandseck. Die Stadt sucht nach langfristigen Lösungen, um auch in Zukunft eine zuverlässige Verbindung sicherzustellen.
Frank Eschbach, Bürgermeister Philipp Herzog und NRW-Landtagsabgeordneter Jonathan Grunwald (Foto: Stadt Bad Honnef)Bad Honnef. Die anhaltende Trockenheit und die damit verbundenen niedrigen Wasserstände des Rheins stellen die Rheinfähren in der Region vor große Herausforderungen. Auch die Fähre zwischen Bad Honnef und Rolandseck ist davon unmittelbar betroffen. Das An- und Ablegen wird bei sinkendem Pegel zunehmend anspruchsvoller. "Das Anlegen in Bad Honnef und Rolandseck ist unter diesen Bedingungen schon sehr herausfordernd. Wir sind unseren erfahrenen Mitarbeitern sehr dankbar, die mit viel Umsicht und Erfahrung dafür sorgen, dass wir den Fährbetrieb weiterhin aufrechterhalten können", erklärt Frank Eschbach, Geschäftsführer der Honnefer Fähre. "Ohne ihren Einsatz und ihre Erfahrung könnten wir den Betrieb unter diesen Bedingungen nicht gewährleisten."

Bürgermeister Philipp Herzog machte sich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation. Dabei ging es nicht nur um die derzeitigen Schwierigkeiten, sondern auch um die Frage, wie der Fährbetrieb langfristig auch bei extremen Niedrigwasserständen aufrechterhalten werden kann. "Die anhaltende Trockenheit stellt unsere Fähre vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig ist die Verbindung für viele hundert Pendler, die von Bad Honnef in Richtung Bonn oder auf die andere Rheinseite und weiter in Richtung Ahrweiler unterwegs sind, ein wichtiges Drehkreuz", betont Bürgermeister Philipp Herzog. "Gerade angesichts der zahlreichen Baustellen und Einschränkungen im regionalen Verkehrsnetz zählt jede verlässliche Möglichkeit, den Rhein zu queren."

Aus Sicht der Stadt sollte deshalb nicht nur auf die aktuelle Situation reagiert werden. Wenn längere Trockenperioden und niedrige Rheinpegel künftig häufiger auftreten, müsse die Infrastruktur entsprechend angepasst werden. Eine mögliche Maßnahme wäre, die Rampen an den Fähranlegern um mehrere Meter weiter in den Rhein hinein zu verlängern. Dadurch könnte die Fähre auch bei deutlich niedrigeren Pegelständen sicherer anlegen und der Betrieb länger aufrechterhalten werden.

Für Bürgermeister Herzog ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine solche Lösung ernsthaft zu prüfen: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Situationen künftig häufiger auftreten können. Deshalb sollten wir nicht jedes Mal aufs Neue improvisieren müssen, wenn der Rhein wenig Wasser führt. Wenn eine Verlängerung der Rampen technisch möglich ist und den Fährbetrieb dauerhaft stabilisiert, sollten wir gemeinsam mit allen Beteiligten Wege finden, sie umzusetzen." Gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen Verkehrsprojekte und Baustellen in der Region, neuer Haltepunkte der Deutschen Bahn und der Einschränkungen durch die Sperrung der Bonner Nordbrücke kommt der Rheinfähre eine besondere Bedeutung zu. Jede zusätzliche und verlässliche Rheinquerung trägt dazu bei, das übrige Verkehrsnetz zu entlasten.

Die Stadt Bad Honnef setzt sich dafür ein, dass eine pragmatische und möglichst schnelle Lösung gefunden wird. Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Fährverbindung zwischen Bad Honnef und Rolandseck auch bei künftig auftretenden Niedrigwasserperioden zuverlässig erhalten werden kann. (PM)
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