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| Pressemitteilung vom 01.08.2026 |
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| Region |
| Historische Wegkreuze und Flurdenkmäler am unteren Mittelrhein: Zeugen vergangener Zeiten |
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| Die Pfarrei Hl. Katharina Kasper am unteren Mittelrhein birgt eine Vielzahl historischer Wegkreuze und Flurdenkmäler, die von bedeutenden Ereignissen und menschlichen Schicksalen erzählen. Diese steinernen Zeugen prägen nicht nur die Landschaft, sondern bewahren auch das kulturelle Erbe der Region. |
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Bad Hönningen. Wer durch die Kirchorte Rheinbrohl, Bad Hönningen, Leubsdorf, Hammerstein und Leutesdorf wandert, begegnet unweigerlich historischen Wegmarken von besonderem Wert. Ob das geschichtsträchtige "Schwarze Kreuz" bei Hammerstein, das restaurierte Wegekreuz in Arienheller oder kunstvoll gestaltete Bildstöcke wie das Gebildeichshäuschen - sie alle prägen die Kulturlandschaft am unteren Mittelrhein auf einzigartige Weise.
Moderne Wander- und Radwege sind in der Region beliebt, doch oft bleiben die stillen Botschaften am Wegesrand unbeachtet. Flurdenkmäler wie alte Wegekreuze, Votivtafeln oder historische Grenzsteine sind die wahren, steinernen Geschichtsbücher der Pfarrei. Viele dieser Denkmäler erzählen von konkreten historischen Wendepunkten und menschlichem Schicksal. Ein Beispiel ist das "Schwarze Kreuz" von 1666 an der Gemarkungsgrenze zu Hammerstein, das an die Pestzeit erinnert, von der die Hammersteiner durch die Fürbitte des heiligen Sebastian verschont geblieben sein sollen.
An anderen Stellen im Pfarreigebiet trifft man auf greifbare Ortsgeschichte, wie das wiederhergerichtete historische Wegekreuz am Ersten Bergsweg in Rheinbrohl, das dank des Einsatzes von Heimatfreunden und Handwerkern seine alte Würde zurückerhielt. Diese Denkmäler wurden einst aus tiefer Dankbarkeit, zum Gedenken an Unglücke, als Prozessionsstationen oder als spirituelle Schutzmarkierungen errichtet und spiegeln den Glauben sowie die Sorgen vergangener Generationen wider.
Besonders in diesem landschaftlich reizvollen Abschnitt zwischen Rhein und den Höhenlagen, wo römische Limes-Vergangenheit und fränkisch-rheinische Kultur aufeinandertreffen, lohnt sich ein bewusster Blick auf diese Kleindenkmäler. Die Vielfalt von den Rheinufern der Kirchorte bis hinauf in die Weinberge zeigt, wie tief verwurzelt diese Tradition einst in den Dorfgemeinschaften war.
Viele dieser kulturhistorischen Kleinode verdanken ihr heutiges Überleben dem Engagement von Heimatfreunden, Arbeitsgemeinschaften, Nachbarschaften und Kirchengemeinden, die sich um Pflege, Reinigung und Instandhaltung kümmern. Sie bewahren sakrale Volkskunst für kommende Generationen und halten die Erinnerung an die Menschen lebendig, die diesen Lebensraum über Jahrhunderte hinweg gestaltet haben. Ein Spaziergang zu diesen geschichtsträchtigen Punkten lädt dazu ein, die Heimat neu zu entdecken. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 01.08.2026 |
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