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| Nachricht vom 29.07.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Politologe rät Merz zur Annäherung an die CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz |
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| Der Umgang von Friedrich Merz mit dem ehemaligen Verkehrsminister Patrick Schnieder hat innerhalb der CDU für Spannungen gesorgt. Politikwissenschaftler Uwe Jun empfiehlt dem CDU-Chef, auf die rheinland-pfälzische Fraktion zuzugehen. |
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Mainz. Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Friedrich Merz sollte nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Uwe Jun den Kontakt zur rheinland-pfälzischen CDU-Fraktion suchen. "Das Verhältnis ist eindeutig belastet", äußerte sich Jun im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Entlassung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte die Landtagsfraktion einen Brief an Merz geschickt und ein geplantes Treffen abgesagt. Die Begründung: Ein persönlicher Austausch erfordere gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung.
Merz kündigte an, die Fraktion im September treffen zu wollen. "Ich gehe mal davon aus, dass sich die Wogen bis zum September wieder etwas geglättet haben und dass ich selbstverständlich dann auch die Landtagsfraktion aus Rheinland-Pfalz sehe", sagte er. Diese Äußerung habe das Verhältnis allerdings nicht verbessert, so Jun. Merz hatte Schnieder am Donnerstag (23. Juli 2026) über seine bevorstehende Entlassung informiert. Wegen der kurzfristigen Absage des vorgesehenen Nachfolgers Fritz Güntzler wurde dies drei Tage lang nicht öffentlich gemacht. Am Sonntag (26. Juli 2026) bat Schnieder selbst um Entlassung, um den "unwürdigen Zustand" zu beenden. Ministerpräsident Gordon Schnieder, Patricks Bruder, ist ebenfalls betroffen. Jun meint: "Das Verhältnis zwischen Merz und Ministerpräsident Gordon Schnieder ist derzeit sicherlich nicht das Beste." Der Brief der Fraktion sei wohl nicht ohne dessen Zustimmung verschickt worden.
Jun sieht kommunikative Defizite bei Merz mit negativer Wirkung
Jun kritisiert die Kommunikationsstrategie von Merz: "Der Umgang mit Patrick Schnieder hat erneut kommunikative Defizite des Kanzlers offenbart." Der Grund für Schnieders Entlassung sei noch immer unklar. "Der Kanzler hat das Ansehen der Bundesregierung mit der Art seiner Kabinettsumbildung nicht gemehrt", fügte Jun hinzu und wies darauf hin, dass dies der Opposition nutzen könnte.
Was der Koalitionspartner SPD sagt
Alexander Schweitzer, SPD-Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, kommentierte: "Die jüngsten Vorgänge innerhalb der CDU sind bemerkenswert. Aber die Auseinandersetzung mit dem Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz ist zunächst eine innerparteiliche Angelegenheit der Union." Er betonte jedoch die Bedeutung eines guten Drahtes nach Berlin für die Anliegen des Landes. Die SPD im Bund hielt sich zunächst zurück. Jun stellte fest, dass die schwarz-rote Koalition bei Streitigkeiten für beide Parteien negative Folgen hätte.
CDU unter Druck
Schlechte Umfragewerte für Merz und die Arbeit der Bundesregierung sowie die bevorstehenden Landtagswahlen sorgen für zusätzlichen Druck innerhalb der CDU. "Der Stress in der CDU ist ziemlich hoch", bemerkte Jun. "Friedrich Merz hat ihn mit seiner Aktion in den letzten Tagen nicht vermindert." (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Nachricht vom 29.07.2026 |
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