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| Pressemitteilung vom 28.07.2026 |
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| Region |
| Gesundheitspolitik im Fokus: Erwartungen des Evangelischen Klinikums Westerwalds an neuen Gesundheitsminister |
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| Der Wechsel im Bundesgesundheitsministerium sorgt für Aufsehen in der Krankenhauslandschaft. Guido Wernert, Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Westerwald, äußert klare Erwartungen an den designierten Minister Carsten Linnemann. Die Herausforderungen sind erheblich. |
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Dierdord/Hachenburg/Selters. In den letzten Wochen wurden weitreichende gesetzliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. Diese Maßnahmen haben die wirtschaftlichen Belastungen für Krankenhäuser und deren Mitarbeitende erheblich verschärft. Betroffen sind auch die 15.000 medizinischen Versorgungszentren und 60.000 Ausbildungsplätze, die unter dem steigenden Kostendruck leiden. Es wird befürchtet, dass fast die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser aufgrund der Einsparungen von etwa fünf Milliarden Euro, die im Juli verabschiedet wurden, von der Insolvenz bedroht sein könnte.
Krankenhauspolitik braucht Kurswechsel
Carsten Linnemann übernimmt nun das Amt des Bundesgesundheitsministers. Das Evangelische Klinikum Westerwald hofft auf eine kritische Überprüfung der bisherigen Gesundheitspolitik. EKW-Geschäftsführer Guido Wernert betont: "Ich gratuliere Carsten Linnemann zu seiner neuen Aufgabe und wünsche ihm für das verantwortungsvolle Amt eine mehr als glückliche Hand. Gleichzeitig wünsche ich ihm den Mut, dass die Krankenhauspolitik wieder stärker von den Bedürfnissen der Patienten sowie der Realität in den Kliniken aus gedacht wird."
Wernert, der auch Vorstandsmitglied der Rheinland-Pfälzischen Krankenhausgesellschaft ist, kritisiert das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz scharf. Er sieht darin einen falschen Ansatz, der kurzfristige Einsparungen über die wirtschaftliche Stabilität der Krankenhäuser stellt. "Die deutschen Krankenhäuser brauchen keinen neuen Verwalter des Mangels, sondern einen Gesundheitsminister mit der Weitsicht passfähige Reformen anzupacken", so Wernert weiter.
Für ihn ist es entscheidend, dass die neue Hausleitung des Bundesgesundheitsministeriums die bestehenden Herausforderungen entschlossen angeht und die bisherigen gesundheitspolitischen Weichenstellungen korrigiert. Wernert fordert Planungssicherheit und den notwendigen Handlungsspielraum für eine hochwertige Patientenversorgung. "Wir werden Sie als neuen Bundesgesundheitsminister nicht an Ihren bisherigen Ankündigungen messen, sondern an Ihren kommenden Entscheidungen," appelliert er an Linnemann und zeigt sich offen für einen Dialog. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 28.07.2026 |
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