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Nachricht vom 27.07.2026
Rheinland-Pfalz
Gefährder in Rheinland-Pfalz: Zwölf Personen unter Beobachtung
Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin rückt das Thema Gefährder erneut ins öffentliche Interesse. In Rheinland-Pfalz sind aktuell zwölf Personen als Gefährder eingestuft, wie das Innenministerium mitteilt.
Nach dem Angriff auf CSD in Berlin. (Foto: Soeren Stache/dpa)Mainz. In Rheinland-Pfalz hat die Polizei derzeit zwölf Personen als Gefährder eingestuft. Drei von ihnen befinden sich in Haft, teilte das Innenministerium in Mainz auf Anfrage mit. Die Zahl der Gefährder hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert: 2025 waren es 13, 2024 lag die Zahl bei 15 und 2023 bei elf.

Der Fokus auf Gefährder wurde durch einen mutmaßlich islamistischen Terroranschlag in Berlin verstärkt. Dort hatte ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln am Samstagabend während des CSD Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe attackiert. Eine Frau aus Polen kam dabei ums Leben, 29 weitere Personen wurden verletzt. Der Angreifer Abdul B. wurde bei seiner Festnahme am Sonntagabend erschossen.

Bundesinnenministerium arbeitet an einer Stellungnahme
Das Bundesinnenministerium arbeitet an einer Stellungnahme zur möglichen Einschränkung der Bewegungsfreiheit potenzieller Gefährder, die in den kommenden Tagen erwartet wird. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lässt prüfen, wie solche Maßnahmen umgesetzt werden können. Laut dem Innenministerium in Mainz bleibt die abstrakte Bedrohung durch islamistischen Terrorismus bundesweit hoch. "Der Anschlag in Berlin hat diese Einschätzung der Sicherheitsbehörden in tragischer Weise bestätigt."

Für CSD-Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz erfolgt eine Gefährdungsbewertung durch das Landeskriminalamt, ergänzt durch eine örtliche Lagebewertung der Polizeipräsidien. (dpa/bearbeitet durch Red)
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