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| Nachricht vom 26.07.2026 |
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| Region |
| "Rock the Forest" in Rengsdorf – ein Metal-Festival mitten im grünen Wald |
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| Wer über Schwerhörigkeit klagt, dem hätte beim Metal-Festival in Rengsdorf geholfen werden können - ohne lange Wartezeiten, um einen Termin bei einem HNO-Doktor zu erhalten. Das "Rock the Forest Festival" hätte mit seinem krachenden Sound die Gehörgänge gnadenlos durchgepustet. |
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Rengsdorf. Mit dem Vergleich der durchgepusteten Ohren ist andeutungsweise erklärt, was die Besucher des Festivals erlebt und erhofft hatten. Metal-Sound in Perfektion – vorgetragen mit Hingabe und Enthusiasmus der Bands.
Veranstalter des weit über die Grenzen des Westerwalds hinaus bekannten Festivals, waren erneut die Rockfreunde Rengsdorf, die bereits zum 44. Mal das Event organisiert haben. In der Ankündigung des Konzerts (bei uns erschienen) ist der Charakter des Festivals bereits ausführlich beschrieben, sodass dem nichts hinzugefügt werden muss und man sich der Musik zuwenden kann.
Beeindruckende Bands am Samstagabend
Der Samstagabend (25. Juli) war geprägt von drei ausgesprochen hart agierenden Bands, die sich selbst und ihr Publikum, bis an ihre Grenzen brachten: "Formosa", "Brainstorm" und "Primal Fear".
"Formosa" beschreibt sich selbst so: "So vertraut wie neu und so eingängig wie unverwechselbar." Die Band spielte melodischen Hardrock, bei dem klirrende Gitarrenriffs den Sound bestimmten. Leadsänger Nic Bird wirbelte als Frontmann ohne Pausen. Als hätte er eine Duracell-Batterie verschluckt, nutzte er die ganze Breite der Bühne. Je mehr der Schweiß aus seinen Poren rann, umso mehr Spaß schien er zu haben, die Songs der Band in die feiernde Masse vor der Bühne zu schmettern. Die Bandmitglieder ließen ihn gewähren, spielten sie doch selbst instrumental auf Topniveau. Beim Song "Manic Lover" wechselte Nic das Bühnenoutfit und streifte sich einen Federmantel über den Körper.
Danach folgte "Brainstorm", eine deutsche Power-Metal-Band, die bereits international bekannt ist, durch Europa tourt und mit ihrem unverwechselbaren, kraftvollen Sound die Metal-Fans begeisterte. Die Band hatte einen eigenen Fanclub mitgebracht, dessen Mitglieder die Stimmung noch weiter aufheizten. Rufe nach Zugaben am Ende des Konzerts blieben unerfüllt, da das Programm eng getaktet war.
Eine Show, die sich gewaschen hat
Zum krönenden Abschluss des Metal-Festivals folgte der Headliner, die Band "Primal Fear", die ohne zu übertreiben zu den erfolgreichsten Gruppen der Metal-Szene zählt. Zu keiner Phase ihres Gigs, ließ die Band ihren Fans Zeit zum Luftholen. Vom Betreten der Bühne an immer den Fuß auf dem Gaspedal und dann mit Vollgas die volle Dröhnung über das Partyvolk verteilt. Ihnen gelang es fast problemlos, das Level des Festivals noch einmal anzuheben, ohne die anderen Bands schmälern zu wollen. Aber mit ihrer weltweiten Erfahrung auf Festivals, legten sie eine Schau hin, die sich gewaschen hatte.
Der Energie der Band konnte sich niemand entziehen, man wurde mitgerissen wie in einem Sog. Die aufgeladene Energie musste auch vom Publikum absorbiert werden, und so wurde ekstatisch gesungen und getanzt. Eyecatcher von "Primal Fear" waren Ralf Scheepers, der muskelbepackte Leadsänger der Band, und die italienische Gitarristin Thalia Bellazecca. Die übrigen Bandmitglieder werden es verkraften, denn sie selbst waren eine Klasse für sich und überließen Ralf und Thalia neidlos die Show. Thalia schien der Band noch einen weiteren Schub eingehaucht zu haben, denn mit ihrer spielerischen Leidenschaft gelang es ihr problemlos, sich als vollwertiges Bandmitglied zu integrieren. Ihr italienisches Temperament brach immer wieder aus ihr heraus. Wenn sie zu einem Gitarrensolo ansetzte, dann sprudelte es aus ihr heraus, wie heiße Lava aus dem Vesuv.
Zufriedene "Rockfreunde Rengsdorf" danken der Region
Während des Festivals hatte der Kurier Gelegenheit, mit Christoph Krämer, dem ersten Vorsitzenden der Rockfreunde Rengsdorf, ein kurzes Gespräch zu führen. Krämer meinte: "Wir sind wieder hochzufrieden mit dem Verlauf des Festivals. Es hat sich erneut gezeigt, dass Besucher über den Westerwald hinaus, aus der ganzen Republik und sogar aus dem benachbarten Ausland nach Rengsdorf gekommen sind. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei den Anwohnern in Rengsdorf herzlich bedanken, die zwei Tage und Nächte erheblichem Lärm ausgesetzt waren. Wir können aber feststellen, dass keine Beschwerden bei der Polizei oder beim Ordnungsamt über den verursachten Lärm eingegangen sind. Man akzeptiert unsere Veranstaltung, und wem es zu laut ist, der fährt übers Wochenende zu seinen Kindern. Insgesamt haben wir eine große Unterstützung in der Region, viele Sponsoren, aber auch unser Verein mit etwa 40 ehrenamtlichen Mitgliedern, steht wie eine Eins hinter dem Festival und trägt im Wesentlichen zum arbeitsintensiven Auf- und Abbau und letztendlich damit zum Erfolg des Festivals bei. So sehen wir voller Vorfreude unserem kleinen Jubiläum im Jahr 2027 entgegen, wenn wir dann das 45. Metal-Festival veranstalten."
"Primal Fear" ist eine deutsche Power-Metal-Band. Sie gehört seit ihrem Debüt im Jahr 1998 zu den erfolgreichsten Power-Metal-Bands.
Ralf Scheepers | vocals
Mat Sinner | bass, vocals
Magnus Karlsson | guitars
Thalìa Bellazecca | guitars
André Hilgers | drums
(WR) |
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| Nachricht vom 26.07.2026 |
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