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Pressemitteilung vom 24.07.2026
Politik
Fehlende Schulplätze in Neuwied sorgen für Diskussionen
In Neuwied fehlen zum neuen Schuljahr (2026/2027) 170 Plätze an der Integrierten Gesamtschule (IGS). Diese Situation wirft Fragen zur aktuellen Schulentwicklungsplanung auf und bringt Eltern in eine schwierige Lage. Eine Kleine Anfrage der GRÜNEN Landtagsfraktion hat die Problematik ans Licht gebracht.
Symbolbild. (Quelle: Pixabay)Neuwied. Die Stadt Neuwied steht vor einem erheblichen Problem: Zum Beginn des neuen Schuljahres fehlen 170 Plätze an der Integrierten Gesamtschule. Josef Winkler, Abgeordneter der GRÜNEN Landtagsfraktion, äußerte sich hierzu besorgt: "In der Stadt Neuwied fehlen im neuen Schuljahr 170 IGS-Plätze. Das Angebot wird der Nachfrage nach gemeinsamem Lernen nicht gerecht, der Elternwille nicht ausreichend abgebildet." Er sieht darin ein Warnsignal dafür, dass die bisherige Schulentwicklungsplanung den Bedürfnissen vieler Familien nicht entspricht.

Die Umverteilung von Schülern auf andere Integrierte Gesamtschulen in der Region bedeutet einen hohen organisatorischen Aufwand für die betroffenen Familien. Der Kreis Neuwied müsse daher dringend den Bedarf für die kommenden Jahre überprüfen und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Landesweit würden insgesamt 3.703 Plätze fehlen, was die Notwendigkeit einer klaren Strategie seitens der Landesregierung unterstreicht. Im Koalitionsvertrag ist die Erweiterung der Zügigkeit der Schulen vereinbart, doch bleibt unklar, wann dies umgesetzt wird.

Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig erklärte, dass Integrierte Gesamtschulen aus pädagogischen Gründen in ihrer Kapazität begrenzt seien. Bei Überschreitung der Anmeldungen werde ein Losverfahren angewendet, und Schüler könnten im Nachrückverfahren oder an anderen Schularten wie Realschulen plus aufgenommen werden. Die Schaffung neuer Integrierter Gesamtschulen sei nur bei ausreichender Leistungsverteilung und ohne Gefährdung bestehender Schulen möglich. (PM/Red)
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