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| Nachricht vom 24.07.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Verkehrsminister auf Abruf: Merz ohne Nachfolger für Patrick Schnieder |
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| Ein beispielloser Vorgang erschüttert die Bundesregierung: Bundeskanzler Friedrich Merz plant, Verkehrsminister Patrick Schnieder zu entlassen, doch ein geeigneter Nachfolger fehlt. Die Situation sorgt für Chaos und Kritik aus verschiedenen politischen Lagern. |
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Berlin. Kein Nachfolger im Kanzlergarten: Am Morgen tritt Bundeskanzler Friedrich Merz vor die Presse, begleitet von der neuen Kanzleramtschefin Nina Warken, Gesundheitsminister Carsten Linnemann und Philipp Amthor, dem neuen Bund-Länder-Koordinator. Doch der neue Verkehrsminister ist nicht dabei.
Merz kündigt lediglich weitere Veränderungen im Kabinett an. Dabei steht fest, dass Schnieder gehen muss. In einer SMS teilte Patrick Schnieder mit, dass er am Vortag von seiner bevorstehenden Entlassung erfahren habe, was am Morgen um 9 Uhr öffentlich gemacht werden sollte. Dies passierte dann jedoch nicht, denn der designierte Nachfolger Fritz Güntzler sagte in der Nacht ab, seine Gründe sind unklar.
Handwerklich katastrophal?
Im politischen Berlin herrscht Aufregung. Tarek Al-Wazir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, spricht von einem Chaos und kritisiert den Kanzler scharf. Auch innerhalb der Union wird die Umsetzung bemängelt. Martin Burkert von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft äußert Unverständnis über die aktuelle Lage, da Schnieder formal noch im Amt, aber de facto schon entlassen sei.
Merz unzufrieden?
Hinter den Kulissen wird gemunkelt, dass Merz unzufrieden mit Gordon Schnieder, dem in Berlin als farblos geltenden Minister aus Rheinland-Pfalz, sei. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder ist der Bruder des besagten Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder. Berichten zufolge war Merz zunehmend genervt vom ausbleibenden Fortschritt im Verkehrsministerium. Trotz eines Milliarden-Etats blieben Probleme ungelöst. Verzögerungen bei Neu- und Ausbauprojekten sorgten für Unmut, bis zusätzliche Gelder vereinbart wurden.
Krise bei der Bahn
Patrick Schnieder stellte eine neue Bahn-Strategie vor, die jedoch kaum Erfolge zeigt. Verspätungen und Verzögerungen bei Sanierungen belasten weiterhin das Schienennetz. Zentrale Elemente der Strategie sind noch nicht umgesetzt.
Auch Nachfolger vor schwierigen Aufgaben
Steffen Bilger gilt als möglicher Nachfolger. Doch auch er würde vor großen Herausforderungen stehen. Die Sanierung des Schienennetzes erfordert Zeit und Geld. Al-Wazir betont, dass trotz Sondervermögen zu wenig Geld bereitsteht, da der Verkehrsetat halbiert wurde. EVG-Chef Burkert fordert rasches Handeln von Merz.
Um welche Reformen es noch geht
Der neue Minister müsste sich zudem um eine große Reform des Trassenpreis-Systems kümmern und mit Finanzminister Lars Klingbeil verhandeln. Eine Führerschein-Reform steht ebenfalls noch aus.
Jana Gräf, Kreisvorsitzende der FDP Westerwald, kommentierte: "Deutschland braucht keinen permanenten Umbau der Kommandobrücke, sondern einen klaren Kurs. Wenn der Kurs nicht stimmt, hilft auch keine neue Besatzung. Friedrich Merz muss sich deshalb fragen lassen, ob er gerade Personalprobleme löst, oder selbst zum Führungsproblem dieser Bundesregierung geworden ist." (dpa/PM/Red) |
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| Nachricht vom 24.07.2026 |
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