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Pressemitteilung vom 23.07.2026
Region
Neuwied und Bendorf planen gemeinsame Servicebetriebe ab 2027
Die Servicebetriebe Neuwied und die Stadtwerke Bendorf bereiten ihren geplanten Zusammenschluss vor. Ab 1. Januar 2027 soll sich für die täglichen Leistungen zunächst nichts ändern. Beide Seiten erwarten durch gemeinsame Strukturen eine bessere Nutzung von Personal, Fahrzeugen und Geräten.
Die Werkstatt in der Hafenstraße in Neuwied. Hier werden seit einigen Jahren auch die Spezialfahrzeuge der Stadtwerke Bendorf gewartet. (Foto: Gerd Neuwirth / SBN)Neuwied/Bendorf. Die Servicebetriebe Neuwied, SBN, und die Stadtwerke Bendorf bereiten ihren Zusammenschluss zu den Servicebetrieben Bendorf Neuwied vor. Erste Hürden sind nach Angaben der Beteiligten bereits genommen. Nun sollen Workshops die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen klären, Strukturen prüfen und die nächsten Schritte vorbereiten.

Zum 1. Januar 2027 soll sich für die Bürger zunächst nichts ändern. Der Zusammenschluss beginnt organisatorisch. Straßenreinigung, Pflege öffentlicher Grünflächen und Spielplätze sowie der Winterdienst sollen weiterhin wie bisher laufen. Veränderungen sind erst schrittweise vorgesehen.

Gemeinsame Nutzung von Personal und Technik
Beide Betriebe begründen den Zusammenschluss mit wirtschaftlichen Vorteilen. Kleinere Bauhöfe können ihre Maschinen häufig nicht vollständig auslasten. Durch eine gemeinsame Organisation lassen sich Personal, Fahrzeuge und Geräte nach Darstellung der Verantwortlichen effizienter einsetzen.

Auch der Fachkräftemangel spielt eine Rolle. Beide Betriebe suchen bereits Personal, während die gesetzlichen Anforderungen und damit die Aufgaben wachsen. Gemeinsame Strukturen sollen helfen, die vorhandenen Leistungen trotz dieser Entwicklung weiter anbieten zu können. Urlaubszeiten und Krankenstände könnten flexibler überbrückt werden. Auch die Arbeitsverteilung soll sich besser anpassen lassen.

Die Zusammenarbeit zwischen Bendorf und Neuwied besteht bereits seit mehreren Jahren. Seit 2017 kommt ein Teil des Bendorfer Wassers aus Neuwied. Außerdem werden Bendorfer Spezialfahrzeuge in der Neuwieder Kfz-Werkstatt gewartet. Beide Seiten testen neue Technik gemeinsam und leihen einander Ersatzteile aus.

Gebühren und Arbeitsplätze im Blick
Ein ungebremster Anstieg der Gebühren soll nach dem Zusammenschluss vermieden werden. Langfristig sollen effizientere Abläufe zu stabileren Gebühren beitragen. Zugleich verweisen die Verantwortlichen auf Kosten, die sie nicht beeinflussen können. Dazu zählen steigende Einkaufspreise und Kraftstoffkosten für den Fuhrpark.

Nach Angaben der Beteiligten bleiben alle Arbeitsplätze erhalten. Niemand soll durch den Zusammenschluss seinen Job verlieren. Zusätzlich soll der Einsatz von Künstlicher Intelligenz Zeit, Geld und Ressourcen sparen. In Neuwied wird KI bereits für die Planung der Straßenreinigung genutzt. Systeme können außerdem dabei helfen, Papierkörbe nur dann zu leeren, wenn sie tatsächlich voll sind.

Vorbereitungen laufen in Workshops
In den laufenden Workshops werden die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die neue gemeinsame Struktur vorbereitet. Dabei geht es darum, die bisherigen Abläufe beider Betriebe zu durchleuchten und die weiteren Beschlüsse vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu möglichen Veränderungen, zum Personal, zu Gebühren und zu den angebotenen Dienstleistungen.

Der Zusammenschluss soll damit vor allem die Zusammenarbeit im Hintergrund neu ordnen. Die Leistungen in den Städten sollen weiterhin zuverlässig erbracht werden. Die Partner setzen darauf, vorhandene Ressourcen gemeinsam einzusetzen und auf künftige Anforderungen vorbereitet zu sein.

Die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen, Maschinen und Fachwissen knüpft an die bisherige Kooperation an. Für beide Seiten gehört dazu auch die weitere Erprobung neuer Technik. Der Zusammenschluss soll diese bereits bestehenden Verbindungen in einer gemeinsamen Organisationsform bündeln.

Voraussetzung für die weitere Umsetzung ist die Zustimmung der Stadträte. Danach sollen Teamleitungen zusammengeführt, Satzungen angeglichen und Standards vereinheitlicht werden. Ansprechpartner vor Ort bleiben auch nach dem Zusammenschluss erhalten. Ziel der Partner ist es, die Abläufe im Hintergrund zu verbessern, ohne die Erreichbarkeit für Bürger in Neuwied und Bendorf einzuschränken. (PM/bearbeitet durch Red)
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