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Pressemitteilung vom 21.07.2026
Region
Deichkrone Neuwied: Nach dem Leerstand wird im Hintergrund fleißig geplant
Noch ist es ruhig an der Deichkrone. Denn bis die Arbeiten an dem imposanten Neuwieder Bauwerk starten, wird es noch etwas dauern. Damit schnellstmöglich mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden kann, laufen im Hintergrund allerdings bereits kontinuierlich die Planungen weiter. Zeit, auf den aktuellen Zwischenstand zu schauen.
Das Projektteam rund um Projektleiterin Günsel Hübner-Afacan (4.v.r.) und Fabian Kochmann (r.), Projektkoordinator für die spätere Nutzung als Museum, trifft sich wöchentlich, um die Revitalisierung der Deichkrone voranzutreiben. (Foto: Stadt Neuwied/Schöneberg)Neuwied. Seit dem jüngsten Stadtratsbeschluss zum Projekt Ende vergangenen Jahres wurden zwischenzeitlich weitere wichtige Weichen gestellt, um die Deichkrone fit für die Zukunft zu machen. So hat sich unter anderem ämterübergreifend das Projektteam formiert aus Vertretern vom Immobilienmanagement, Stadtmarketing, und Klimaschutzmanagement sowie vom Deichamt der Servicebetriebe Neuwied. Außerdem wurde bereits für den baulichen Planungspart die Ausschreibungsphase abgeschlossen. Heißt: Die externe Expertise ist gefunden. Damit werden die Planungen jetzt konkreter – natürlich in enger Absprache mit der Denkmalschutzbehörde.

"Gemeinsam mit den Fachleuten der Rittmannsperger Architekten und dem Alhäuser + König Ingenieurbüro sowie den Statikern von Imagine Structure setzen wir uns unter anderem wöchentlich zusammen, um schnellstmöglich das Projekt voranzubringen", berichtet Projektleiterin Günsel Hübner-Afacan vom Amt für Immobilienmanagement. Parallel dazu wird auch bereits das spätere Museum weiter auf den Weg gebracht. Deshalb läuft zurzeit eine weitere Ausschreibung. "Unser Ziel dabei ist es, einen kompetenten Partner zu gewinnen, der gemeinsam mit uns ein attraktives Besuchererlebnis entwickelt", ergänzt Fabian Kochmann vom Stadtmarketing und Projektkoordinator für die neue Nutzung der Deichkrone.

Erst Recherche, dann Entwurf und schließlich Bauantrag
Bevor mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden kann, gibt es noch einiges zu erledigen. Aktuell werden wichtige Grundlagen ermittelt. Dafür werden die Deichkrone und ihre (Bau-)Geschichte zunächst bis ins Detail untersucht und analysiert. Schließlich soll das denkmalgeschützte Gebäude wieder näher an den Originalzustand herankommen. Zudem muss unter anderem geklärt werden, wie es um die Statik des Bauwerks genau steht. Diese Ergebnisse fließen dann in den Entwurf ein. "Wir planen gegen Ende des Jahres den Bauantrag zu stellen", gibt Hübner-Afacan einen Ausblick, "damit dann im kommenden Jahr die Ausschreibungen für die Arbeiten und der Baustart selbst erfolgen kann."

Weitere Infos zur Revitalisierung der Deichkrone gibt es online unter www.neuwied.de/deichkrone.

Projekt "Revitalisierung Deichkrone" kompakt
Vor fast 100 Jahren, um Stadt und Rhein trotz trennendem Schutzwall zu verbinden, als Café geplant, entwickelte sich die Deichkrone schnell zu einem beliebten Ausflugsziel. Doch seit mehr als zehn Jahren steht das imposante Bauwerk nun leer. Nach verschiedenen Ansätzen und jahrelangen Anstrengungen gelang es der Stadt Neuwied im Januar 2025 eine Förderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" für die Revitalisierung der Deichkrone zu erhalten. Voraussetzung für den Zuschlag: Die Deichkrone wird nach der umfassenden Sanierung ein modernes Museum. Die interaktive Erlebniswelt widmet sich dem Klima- und Hochwasserschutz.

Auch bei der Sanierung selbst spielt Klimaschutz eine wichtige Rolle. Denn das Gebäude wird klimagerecht instandgesetzt. Darüber hinaus liegt der Fokus vor allem auf dem Schutz der Fassade sowie der statischen Ertüchtigung. Zudem sollen die Seitenflügel – nach historischem Vorbild – wieder errichtet werden. Ein weiterer und förderungsrelevanter Aspekt bei dem Projekt: die Barrierefreiheit. Die wird nicht nur bei der Gestaltung der Innenräume beachtet. Es soll ebenso wieder eine neue stufenlose Verbindung der nördlichen und südlichen Promenade auf der Deichmauer entstehen. Außerdem soll die Deichkrone künftig mit einem Aufzug erreichbar gemacht werden. (PM)



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