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Nachricht vom 21.07.2026
Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz: Bauminister Teuber plant aktivere Rolle des Landes im Wohnungsbau
Der neue rheinland-pfälzische Bauminister Sven Teuber hat ehrgeizige Pläne für die Wohnungspolitik des Landes. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz betonte er, dass das Land künftig eine aktivere Rolle spielen solle, um den Herausforderungen im Bereich Wohnen zu begegnen.
Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Sven Teuber. (Foto: Helmut Fricke/dpa)Mainz. Der SPD-Politiker Sven Teuber, neuer Bauminister von Rheinland-Pfalz, setzt sich für eine verstärkte Beteiligung des Landes in der Wohnungspolitik ein. Eine Möglichkeit, die er in Betracht zieht, ist der Aufbau einer Landeswohnungsbaugesellschaft. "Wir müssen bei dem Megathema Wohnen jeden Baustein prüfen und jedes Zahnrädchen in die Hand nehmen", erklärte Teuber.

Im vergangenen Jahr förderte das Land 3.300 Wohneinheiten - so viele wie nie zuvor. Dennoch sieht Teuber weiterhin große Herausforderungen. Anders als Wien, das seit Jahrzehnten auf sozialen Wohnungsbau setzt, fehlt Deutschland eine vergleichbare Tradition. Die österreichische Hauptstadt habe über Jahre hinweg Gebäude angekauft und wirtschaftlich genutzt.

Teuber sieht auch Potenzial bei Vorkaufsrechten für Immobilien, die Kommunen bislang selten nutzen. "Dabei sind Vorkaufsrechte in Kommunen Chancen für Quartiersentwicklung", so Teuber. Das Land wolle den Kommunen mehr finanzielle Spielräume geben, um diese Rechte wahrzunehmen und wirtschaftliches Handeln zu ermöglichen. Dies könne Vermögen schaffen, Quartiere entwickeln und Ansiedlungen fördern. Zudem könnten dadurch neuer Wohnraum für ältere Menschen geschaffen und deren frühere Heime für junge Familien verfügbar gemacht werden.

Das Ministerium arbeite daran, die Rolle des Landes bei der Unterstützung der Kommunen im Wohnungsbau weiterzuentwickeln. Denkbar sei eine stärkere Vermittlerrolle des Landes zwischen Kommunen und Bauwirtschaft, um lokale Projekte anzustoßen. Derzeit führe Teuber Gespräche mit bestehenden Wohnbaugesellschaften und Kommunen, um mögliche Kooperationen auszuloten.

(dpa/bearbeitet durch Red)

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Quelle: 1784592000