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Nachricht vom 15.07.2026
Rheinland-Pfalz
Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flut: Politiker bitten um Verzeihung
Öffentliche Entschuldigungen von Politikern sind selten, doch sie setzen wichtige Zeichen. Anlässlich des Jahrestages der Ahrtal-Flutkatastrophe bittet der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder für vergangenes Staatsversagen um Entschuldigung. Dies ist nicht das erste Mal, dass politische Verantwortungsträger öffentlich um Verzeihung bitten.
Gedenken Flutkatastrophe. Foto: Thomas Frey/dpaMainz. Bei der Gedenkveranstaltung zur Flutkatastrophe im Ahrtal vor fünf Jahren hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder eine Entschuldigung für das Versagen des Staates ausgesprochen. Der CDU-Politiker, der im Juli 2021 keine Regierungsverantwortung trug, erhielt dafür viel Applaus.

Ein weiteres Beispiel für eine öffentliche Entschuldigung stammt von Armin Laschet, dem ehemaligen CDU-Kanzlerkandidaten. Im Jahr 2021 lachte er im Hintergrund während einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt-Blessem, die den Flutopfern galt. Später erklärte Laschet: «Es tut mir leid.» Er habe sich über seine eigene Reaktion geärgert und sei von den Begegnungen mit den Flutopfern erschüttert gewesen.

Auch Alexander Schweitzer, damals Landessozialminister, sorgte 2013 mit einer Äußerung zur Nazi-Zeit für Aufsehen. Er hatte der CDU nach deren Bundestagswahlsieg Arroganz vorgeworfen und einen Vergleich zu bürgerlichen Parteien in der Nazi-Zeit gezogen. Der SPD-Politiker entschuldigte sich daraufhin bei der damaligen CDU-Landeschefin Julia Klöckner.

Nach der Flugtag-Katastrophe von Ramstein 1988 vergingen 30 Jahre, bis Hendrik Hering (SPD), damals Landtagspräsident, 2018 in einer Rede sagte: «Ich möchte mich bei Ihnen in aller Form dafür entschuldigen, wie die Politik mit der Verantwortlichkeit für dieses schreckliche Ereignis umgegangen ist.» (dpa/bearbeitet durch Red)
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