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Pressemitteilung vom 13.07.2026
Region
Heiko Frühs Rezension zu "Lady Kalaschnikow – True Crime aus dem Westerwald" von Ulrike Puderbach
Ulrike Puderbachs zweiter Roman der Reihe "True Crime aus dem Westerwald" entführt die Leser in das von Gewalt und Unmenschlichkeit bestimmte Milieu der Drücker. Eine zentrale Einrichtung dieses kriminellen Vereinigung gab es auch im Westerwald. Buchblogger Heiko Früh verfasste hierzu eine Rezension.
Ulrike Puderbach taucht in ihrem aktuellen Roman in die Drückerszene ein. (Foto: Heiko Früh/Art of Jane)Region. Es gibt Bücher, die einen fesseln. Und dann gibt es Bücher, die einen sprachlos zurücklassen. "Lady Kalaschnikow" gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.

Ulrike Puderbach nimmt ihre Leser mit in das skrupellose Drückermilieu der 1990er-Jahre – eine Welt voller Gewalt, Einschüchterung, Macht und Angst. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch und eindringlich sie die Atmosphäre dieser Szene beschreibt. Man spürt auf jeder Seite, dass hier intensiv recherchiert wurde und dass hinter der Geschichte ein erschütternder realer Kriminalfall steht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und mitreißend. Die Seiten fliegen nur so dahin, weil die Autorin den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite konstant hoch hält. Immer wieder wollte ich wissen, wie es weitergeht, sodass das Buch kaum aus der Hand zu legen war.

Besonders faszinierend fand ich, dass sich das Buch nicht nur mit den grausamen Verbrechen beschäftigt, sondern auch die Frage stellt, wie Menschen zu solch skrupellosen Tätern werden können. Gerade dieser Blick hinter die Fassade macht die Geschichte so beklemmend und gleichzeitig unglaublich spannend.

Für mich war das Buch viel zu schnell zu Ende. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es gerne noch hundert Seiten mehr haben dürfen – und genau das ist für mich das größte Kompliment, das man einem Buch machen kann.

Nach dem Lesen war meine Neugier auf den tatsächlichen Fall noch größer. Deshalb werde ich mir auch den Podcast "Sisters in Crime – Frauen, die töten" über "Lady Kalaschnikow" anhören, um noch tiefer in die wahren Hintergründe einzutauchen.

Mein Fazit: Ulrike Puderbach ist ein eindrucksvolles True-Crime-Buch gelungen, das nicht auf billige Effekthascherei setzt, sondern mit einer authentischen, packenden und hervorragend erzählten Geschichte überzeugt. Wer sich für wahre Kriminalfälle interessiert und einen Blick in die erschreckenden Abgründe des Drückermilieus werfen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Eine absolute Leseempfehlung. (PM)

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