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| Pressemitteilung vom 08.07.2026 |
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| Region |
| Mehr als 200.000 Junglachse stärken die Bestände im Rheinsystem |
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| Mit dem Besatz von Junglachsen setzt die SGD Nord die Wiederansiedlung des Lachses in heimischen Gewässern fort. Die Maßnahme an der Nette soll die biologische Vielfalt stärken und langfristig dazu beitragen, die Fischart dauerhaft im Rheinsystem zu etablieren. |
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Neuwied/Weißenthurm. An der Nette in Weißenthurm hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Obere Fischereibehörde einen weiteren Schritt zur Wiederansiedlung des Lachses umgesetzt. Dabei wurden sogenannte Sömmerlinge in den Fluss eingesetzt. Ziel der Maßnahme ist es, die natürliche Entwicklung der Lachsbestände in der Region nachhaltig zu unterstützen und die Rückkehr der Art in heimische Gewässer weiter zu fördern.
Die Besatzmaßnahme wurde von SGD-Nord-Präsident Joachim Rodenkirch begleitet. Für die Junglachse beginnt nun eine lange Wanderung. Zunächst führt ihr Weg durch die Nette in den Rhein. Anschließend ziehen sie weiter in die Nordsee und den Nordatlantik. Zum Laichen kehren sie später wieder in Flüsse wie die Nette zurück.
Wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt
Nach Angaben der SGD Nord sollen regelmäßige Besatzmaßnahmen die biologische Vielfalt stärken und den Lachs dauerhaft wieder als heimische Art im Rheinsystem etablieren. Beobachtungen der vergangenen Jahre zeigen bereits eine Rückkehr der Tiere sowie erste natürliche Fortpflanzung. Im Jahr 2026 werden mehr als 200.000 Junglachse eingesetzt. Dafür investiert die SGD Nord rund 120.000 Euro, um den Bestand in Rheinland-Pfalz langfristig zu stärken.
Unterstützt wurde die Besatzmaßnahme von Dr. Jörg Schneider vom Büro für fisch- und gewässerökologische Studien, engagierten Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Nette sowie Fachleuten der SGD Nord. Gemeinsam begleiteten sie die Verteilung der Jungfische in geeignete Lebensräume entlang der Nette.
Sorgfältige Vorbereitung der Jungfische
Vor dem Einsetzen wurden die Tiere schrittweise an die Bedingungen ihres neuen Lebensraums angepasst. Dazu ersetzten die Verantwortlichen das Transportwasser nach und nach durch Wasser aus der Nette. Auf diese Weise konnten Temperatur und Wasserqualität langsam angeglichen werden. Erst danach wurden die Junglachse mit speziellen Behältern schonend in geeignete Flussabschnitte gebracht.
Vor allem flache und strömungsreiche Bereiche der Nette bieten den jungen Fischen gute Lebensbedingungen. Dort finden sie schnell ein natürliches Nahrungsangebot und geeignete Voraussetzungen für ihre weitere Entwicklung.
Teil eines internationalen Programms
Die Wiederansiedlung des Lachses im Rheinsystem ist Teil eines europaweit ausgeschriebenen Rahmenvertrags mit dem Danmarks Center for Vildlaks. Die eingesetzten Junglachse stammen von dänischen Rückkehrpopulationen und gelten als gut an das Rheinsystem angepasst. Durch die neue Vertragsstruktur konnten Lieferprozesse stabilisiert und die Kosten gesenkt werden. Dadurch stehen derzeit größere Stückzahlen zur Verfügung als zuvor.
Das Wiederansiedlungsprogramm ist Teil eines internationalen Gemeinschaftsvorhabens der Rheinanliegerstaaten sowie einer Kooperation mit Nordrhein-Westfalen und Hessen. Im nördlichen Rheinland-Pfalz koordiniert die SGD Nord die Umsetzung der Maßnahmen. (PM/bearbeitet durch Red) |
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