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Nachricht vom 23.06.2026
Region
20 Jahre Vernetzung für Vormundschaften und Beistandschaften
Der "Arbeitskreis Vormundschaften und Beistandschaften" feiert sein 20-jähriges Bestehen. Gegründet auf Initiative des Neuwieder Jugendamtes, hat er sich zu einem wichtigen Netzwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz entwickelt. Bei einer Jubiläumstagung wurde die Erfolgsgeschichte gewürdigt.
Foto: Ulf SteffenfausewehNeuwied. Der "Arbeitskreis Vormundschaften und Beistandschaften" vernetzt seit 2006 Jugendämter im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Initiative ging vom Stadtjugendamt Neuwied aus, als Bettina Grzembke Vertreter von acht Jugendämtern zusammenbrachte. Inzwischen sind es zwölf Jugendämter, die dem Netzwerk angehören.

Bürgermeister Peter Jung lobte bei der Jubiläumstagung das Netzwerk: "Dass aus einer Neuwieder Idee ein dauerhaftes und erfolgreiches Netzwerk für den ganzen Norden von Rheinland-Pfalz geworden ist, erfüllt uns mit großem Stolz." Er würdigte besonders Bettina Grzembkes Engagement, die maßgeblich zur Entstehung und Fortführung des Arbeitskreises beigetragen hat. Jugendamtsleiter Bernhard Fuchs betonte ebenfalls ihren Beitrag: "Seit zwei Jahrzehnten hält sie die Fäden zusammen."

Der Arbeitskreis organisiert sich weitgehend selbst, koordiniert durch Bettina Grzembke. Unterstützung kommt auch vom Landesjugendamt Rheinland-Pfalz, das Fortbildungen ermöglicht. Die Tagungen fördern nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch die persönliche Vernetzung der Mitarbeiter, was die Zusammenarbeit erleichtert. "Man arbeitet nicht gegeneinander, sondern miteinander", so Grzembke.

Im Laufe der Jahre passte sich der Arbeitskreis an gesetzliche Änderungen an. Seit 2014 gibt es zwei Unterarbeitskreise für Vormundschaften und Beistandschaften. Die diesjährige Tagung konzentrierte sich auf die Beistandschaften, die unter anderem bei der Feststellung der Vaterschaft und bei Unterhaltsansprüchen eine Rolle spielen. Der Fachvortrag von Dr. Klaus Seubert, Direktor des Amtsgerichts Eschwege, zum Unterhaltsrecht bot den 31 Fachkräften aus elf Jugendämtern wertvolle Informationen.

Weitere Informationen zur Beistandschaft sind auf der Webseite der Stadt Neuwied zu finden.
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