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| Nachricht vom 16.06.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Wieder auf zwei Rädern: Motorrad-Wiedereinsteiger in Rheinland-Pfalz |
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| Der Wiedereinstieg ins Motorradfahren lockt viele Männer über 50 zurück auf die Straße. Doch nach jahrelanger Pause lauern neue Risiken. Warum es für Wiedereinsteiger besonders wichtig ist, vorsichtig zu sein und welche Fehler oft gemacht werden. |
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Mainz. Es sind hauptsächlich Männer im Alter von über 50 Jahren, die sich nach langer Zeit wieder auf das Motorrad setzen wollen - einige sogar bis in ihre 70er Jahre. "Aus beruflichen und privaten Situationen manchmal seit Jahrzehnten", berichtet Volker Weicherding, Präsident der Landesverkehrswacht in Rheinland-Pfalz. Diese Enthusiasten möchten den Wind spüren und die Freiheit auf kurvenreichen Strecken genießen. Doch ist das auch sicher?
Laut ADAC ist nicht mangelnde Erfahrung das größte Risiko für Wiedereinsteiger, sondern die Fehleinschätzung der eigenen Fahrpraxis. Nach mehreren Jahren ohne regelmäßiges Fahren kann man nicht erwarten, dass das frühere Fahrgefühl sofort zurückkehrt. Motorradfahren erfordert Routine und die körperlichen sowie mentalen Anforderungen werden oft unterschätzt.
Viele Unfälle passieren nach längerer Fahrpause, warnt Mirco Hillmann vom ADAC Mittelrhein. Moderne Motorräder bieten oft mehr Leistung als ältere Modelle, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Auch die Technik hat sich weiterentwickelt. Viele Motorräder haben inzwischen ABS, das beim Kurvenfahren eine andere Technik erfordert.
Das Verkehrssicherheitstraining, angeboten von Organisationen wie der Verkehrswacht oder dem ADAC, bietet spezielle Kurse für Wiedereinsteiger an. Diese umfassen Bremsübungen, Schräglagentraining, Ausweichen von Hindernissen und Slalomfahren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Fahren in Gruppen, wo absolutes Überholverbot gilt und die Biker versetzt fahren sollten, um vorausschauend zu bleiben.
Der ADAC rät, zunächst kurze Fahrten auf vertrautem Terrain zu unternehmen, um sich wieder an das Motorrad zu gewöhnen. Vor der ersten Ausfahrt sollte das Motorrad gründlich überprüft werden, insbesondere Reifen, Bremsen und Beleuchtung. Weicherding betont: "Wenn ich keine Knautschzone habe, muss ich doppelt aufpassen und extrem vorausschauend fahren."
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl tödlicher Motorradunfälle in Rheinland-Pfalz. Insgesamt kamen 158 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, darunter 39 Motorradfahrer. Trotz dieser Zahlen nimmt der Spaß am Motorradfahren laut Mainzer Verkehrswacht zu. Viele verzichten angesichts globaler Krisen auf Fernreisen und entscheiden sich stattdessen für ein Motorrad.
Die Nachfrage nach Sicherheitstrainings für Wiedereinsteiger wächst, auch wenn Frauen dabei in der Minderzahl sind. Bei einigen älteren Bikern kommt es zur Einsicht, dass ihr gesundheitlicher Zustand längere Touren nicht mehr zulässt. Dennoch musste bisher niemandem geraten werden, das Motorradfahren aufzugeben. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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