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Pressemitteilung vom 06.06.2026
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Neue Professoren an der HfGG: Gerlach und Kalt starten in Koblenz
Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz stellt zwei neue Lehrende vor. Viola Gerlach und Tobias Kalt vertreten gemeinsam die Professur von Oliver Schlaudt und bringen mit Politischer Ökonomie und Persönlichkeitsbildung zwei wichtige Schwerpunkte in alle Studiengänge ein.
Viola Gerlach und Tobias Kalt mit Hochschulpräsident Lars Hochmann (Mitte). (Foto: Hannah Baldauf / HfGG)
Koblenz. Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung hat zwei profilierte Persönlichkeiten für ihr Team gewonnen. Viola Gerlach und Tobias Kalt übernehmen gemeinsam, jeweils in Teilzeit, die Vertretung der Professur von Oliver Schlaudt und lehren in allen Studiengängen. Tobias Kalt stärkt dabei den Bereich der Politischen Ökonomie, Viola Gerlach den Bereich der Persönlichkeitsbildung.

Die Berufungsurkunden wurden auf dem Campustag am 30. Mai 2026 überreicht. Hochschulpräsident Prof. Dr. Lars Hochmann nahm die Übergabe zur Eröffnung der Veranstaltung vor. Mit den beiden Neuzugängen erweitert die HfGG nach eigenen Angaben ihr Profil in Lehre und Forschung und setzt zugleich auf unterschiedliche fachliche Perspektiven.

Tobias Kalt und die Politische Ökonomie
Tobias Kalt ist Politikwissenschaftler und befasst sich mit Transformationsprozessen im globalen Energie und Industriesystem. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Machtverhältnisse, Konflikte und Fragen der Gerechtigkeit. In einem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekt untersucht er, wie der ökologische Umbau den Arbeitsalltag von Industriebeschäftigten verändert und wie diese ihre eigenen Gerechtigkeitsanliegen in betriebliche Veränderung einbringen.

An der HfGG bringt er damit ein Verständnis von Ökonomie ein, das wirtschaftliche Strukturen immer auch als gesellschaftliche Machtfragen betrachtet. Die Hochschule beschreibt Kalt als Wissenschaftler, der kritische Analyse mit gesellschaftsverändernder Praxis verbindet und sich stark für transformative Bildung interessiert.

Viola Gerlach stärkt Persönlichkeitsbildung
Viola Gerlach ist promovierte Soziologin und Transformationsforscherin. Sie verbindet unternehmerische Erfahrung mit wissenschaftlicher Expertise und steht für einen Ansatz, der Persönlichkeitsentwicklung mit zukunftsfähigem Unternehmertum verknüpft. Nach Darstellung der Hochschule begründet sie damit einen transformativen Zugang, der wirtschaftliches Handeln nicht isoliert, sondern im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang betrachtet.

Am Institute for Advanced Sustainability Studies, heute RIFS, in Potsdam arbeitete sie an der Schnittstelle zwischen Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Dort konzipierte und moderierte sie unter anderem Dialogformate. Diese Erfahrungen bringt sie nun in die HfGG ein. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, junge Menschen darin zu stärken, unternehmerische Gestaltungskraft konstruktiv und im transdisziplinären Miteinander für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu nutzen.

Signal für die Hochschule
Hochschulpräsident Prof. Dr. Lars Hochmann verbindet mit den Berufungen eine klare Erwartung. Aus seiner Sicht stehen beide für das, wofür die Hochschule steht: für ökonomisches Denken mit Blick auf die Pluralität der Gesellschaft und für eine tiefe Leidenschaft für Bildung als Befähigung zur Gesellschaftsgestaltung. Zugleich werde die Lehre durch die beiden Neuzugänge jünger und vielstimmiger.

Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ist eine freie Hochschule mit Sitz in Koblenz. Sie versteht sich als Ort für Menschen mit Gestaltungswillen und verfolgt das Ziel einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Welt, die von allen mitgestaltet wird. Dafür verbindet sie nach eigener Darstellung Welt, Wissenschaft und Werkstatt zu einer Bildungsbewegung. (PM/bearbeitet durch Red)
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