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Pressemitteilung vom 03.06.2026
Region
Ferdinand von Schirachs "GOTT": Ein Film über Selbstbestimmung und Sterbehilfe
Der Kinofilm "GOTT" von Ferdinand von Schirach beschäftigt sich mit einem sensiblen Thema: der Selbstbestimmung am Lebensende. In einer Sondervorführung im Metropol-Kino Neuwied wird nicht nur der Film gezeigt, sondern auch eine Diskussion zur rechtlichen Lage in Deutschland angeboten.
Foto: Constantin FilmNeuwied. Der Film "GOTT" von Ferdinand von Schirach zählt zu den erfolgreichsten Dramen der jüngeren Vergangenheit. Im Jahr 2025 wurde er in 31 Veranstaltungen präsentiert, wobei jede Vorführung durchschnittlich mehr als 130 Zuschauer anzog.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Richard Gärtner, ein 78-jähriger ehemaliger Architekt, dargestellt von Matthias Habich. Er hat den Wunsch, sein Leben selbstbestimmt zu beenden - legal und mit Unterstützung seiner Hausärztin. Dieser Fall wird vor dem Ethikrat diskutiert, wo die zentrale Frage lautet, ob Ärzte den Wunsch eines Patienten nach einem selbstbestimmten Tod erfüllen dürfen. Dr. Keller, gespielt von Ina Weisse, führt durch die Diskussionen und befragt Experten. Am Ende des Films richtet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum: Soll Richard Gärtner das tödliche Medikament erhalten?

In der Realität zeigt eine Forsa-Umfrage vom Oktober 2024, dass über 75 Prozent der Deutschen für Selbstbestimmung am Lebensende sind. Dennoch wissen nur etwa 15 Prozent, dass professionelle Suizidhilfe in Deutschland erlaubt ist. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 ist Freitodbegleitung unter bestimmten Bedingungen legal. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V., die größte Bürgerrechtsorganisation Deutschlands, vermittelt seitdem Menschen an professionelle Freitodteams.

Die Sondervorführung des Films findet am Dienstag, dem 9. Juni 2026, um 17 Uhr im Metropol-Kino Neuwied statt. Der Film beginnt um 17.30 Uhr. Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde mit RA Prof. Robert Roßbruch, dem Präsidenten der DGHS, über die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland und die Umsetzung des ärztlich assistierten Freitods. Karten sind im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. PM/Red
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