| NR-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied |
|
| Pressemitteilung vom 02.06.2026 |
|
| Region |
| Afrikanische Schweinepest im Landkreis Neuwied: Vorsicht statt Panik |
|
| Die Afrikanische Schweinepest nähert sich dem Landkreis Neuwied. Die lokalen Behörden ergreifen präventive Maßnahmen und appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben. Was das für die Region bedeutet, erfahren Sie hier. |
|
Neuwied. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt näher an den Landkreis Neuwied heran. Obwohl bisher kein Fall innerhalb des Kreisgebiets bestätigt wurde, sind die zuständigen Behörden aktiv dabei, Vorbereitungen zu treffen. "Zwar gibt es im Kreisgebiet derzeit weiterhin keinen bestätigten Fall der Afrikanischen Schweinepest, dennoch treffen die zuständigen lokalen Behörden bereits vorsorglich Vorbereitungen, um im Ernstfall schnell und gezielt reagieren zu können", teilt das Veterinäramt des Landkreises mit.
Regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen Fachbehörden, Jägerschaft, Landwirtschaft und Katastrophenschutzkräften finden statt, um die aktuelle Lage zu bewerten und vorbeugende Maßnahmen abzustimmen. Spezielle Bergetrupps werden geschult und mögliche Kadaversammelstellen vorbereitet.
Landrat appelliert zur Vorsicht
Landrat Achim Hallerbach appelliert an die Bevölkerung, die bestehenden Vorsichtsmaßnahmen ernst zu nehmen: "Die Afrikanische Schweinepest stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch für Wild- und Hausschweine gravierende Folgen haben und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Mit umsichtigem Verhalten kann jede Bürgerin und jeder Bürger einen wichtigen Beitrag leisten, um das Risiko einer Ausbreitung zu minimieren."
Die ASP wird vor allem durch direkten Kontakt zwischen infizierten Tieren sowie über kontaminierte Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge oder Ausrüstungsgegenstände übertragen. Der Landkreis bittet daher Erholungssuchende, Wandernde und Reisende um besondere Aufmerksamkeit.
Folgende Vorsichtsmaßnahmen sollten beachtet werden:
- Keine Lebensmittelreste oder Speiseabfälle in der Natur oder an Rastplätzen zurücklassen.
- Wurst- und Fleischprodukte keinesfalls achtlos entsorgen.
- Hunde im Wald anleinen und auf den Wegen führen.
- Nach Aufenthalt in ASP-Ausbruchsgebieten: Schuhwerk, Kleidung, Fahrzeuge und Ausrüstung reinigen und desinfizieren.
- Kadaver von Wildschweinen oder auffällige Tierfunde nicht berühren und dem Veterinäramt oder der Polizei melden.
- Landwirtschaftliche Betriebe sollen Biosicherheitsmaßnahmen einhalten.
Auch die Jägerschaft ist eingebunden und reduziert die Schwarzwildbestände, um die Ausbreitungsmöglichkeiten der Tierseuche einzuschränken. Verstärkte Monitoring- und Kontrollmaßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit den Fachbehörden. "Derzeit besteht kein Anlass zur Beunruhigung. Ziel aller Maßnahmen ist es vielmehr, frühzeitig und verantwortungsvoll vorzubeugen", betont Landrat Achim Hallerbach. (PM/Red) |
|
| Pressemitteilung vom 02.06.2026 |
www.nr-kurier.de |
|
|
|
|
|
|